24.04.08 Europäische Kulturtage: "Römische Nacht" und "Römische Frauen" Musik aus Kirchen und Pälasten und eine musikalisch-szenische Collage
Rom ist nicht nur Kunstmetropole, sondern hier pulsierte von je her auch das Musikleben.
In einer „Römischen Nacht“ widmen sich deshalb der Kammerchor der Christuskirche (Leitung: Carsten Wiebusch) und das Barockorchester Karlsruhe nun der Musik „aus Kirchen und Palästen“, die ausschließlich in der Ewigen Stadt komponiert wurden. Daneben zeigt das Insti-
tut für Musiktheater an der Musikhochschule Karlsruhe eine szenische Collage („Donne Romane“) zu zeitgenössischen Werken.
Rom zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Eine Zeit der kulturellen Blüte. Unter Urban VIII. aus der Familie Barberini (einem italienischen Adelsgeschlecht) wird der Petersdom eingeweiht; generell bieten Päpste und Kardinäle der Kunst eine fast unerschöpfliche Quelle an Förderungsmöglichkeiten.
Hier wirkte auch Girolamo Fresco-
baldi - ein Komponist des frühen Barock, der die italienische Tastenkunst maßgeblich prägte. Er war unter anderem Organist am Petersdom, und er genoss einen hervorragenden Ruf: Von weit her kamen die Menschen, um seine Konzerte zu hören.
Heute hört man seine Musik im Konzert eher selten – ebenso wie die Werke beispielsweise von Bernardo Pasquini oder Gregorio Allegri.
Aber auch bekanntere Komponisten wie Georg Friedrich Händel und Franz Liszt hielten sich in der Ewigen Stadt auf und komponierten dort: Händel zum Beispiel sein „Dixit Dominus“ für Soli, Chor und Orchester; Liszt seine „Evocation à la Chapelle Sixtine“ für Orgel.
Die musikalisch-szenische Collage „Donne Romane“ zeichnet italieni- sche Vokalkompositionen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach – und die Szenen, die Andrea Raabe (Regie) und Alicja Mounk (musikalische Leitung) mit ihren Studierenden erarbeitet haben, sind facettenreich wie die Schöpfer selbst. Ob Experimentatoren, Epigonen, Traditionalisten, Partei- oder Einzelgänger – eines kommt immer wieder zum Ausdruck: die italieni-
sche Kantabilität.
Frauen erzählen Geschichten von Frauen; in Tag- und Nachtsequenzen erscheinen sie als Geliebte, Zarte, Brave, Mamma, Emanze, Kämpferin, Kameradin.
"Donne Romane" ist noch an folgenden Tagen zu sehen:
Donnerstag, 24. bis Samstag, 26. 04. jeweils um 19.30 Uhr im Marstall bei Schloss Gottesaue
Die "Römische Nacht" gibt es am Freitag, den 25. 04. um 20 Uhr in der Christuskirche
Hörbeitrag (MP3):
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