10.07.08
"Die Jugendlichen bekommen eine einmalige Chance"
Karlsruher Workshop-Leiter äußern sich zum SWR-Jugendprojekt "Der Schrei"

Im kommenden Herbst startet das SWR-Jugendprojekt "Der Schrei" (s. auch "Bericht"): Hierbei werden junge Musikbegeisterte zwischen 14 und 20 Jahren in verschiedenen Workshops betreut; noch bis zum 31. Juli können sich Interessierte unter www.der-schrei.com anmelden.
Zu den Chancen und Möglichkeiten eines derartigen Projekts (sowohl für die Jugendlichen als auch für die Künstler) äußerten sich verschiedene Karlsruher Musiker, die auch Workshops leiten werden:

Peter Lehel, Instrumenatlist


"Es ist eine sehr spannende und offene Frage für mich, wie die Zusammenarbeit mit so vielen, sicher sehr unterschiedlichen jungen Menschen in einem großen gemeinsamen Projekt gelingen kann. Ich denke, ich werde - obwohl ich schon sehr lange im Jazz-, Pop- und auch Klassikbusiness dabei
bin - einige neue gewinnbringende Aspekte auch für mich entdecken. Besonders freue ich mich über die Offenheit aller Beteiligten, der Ideen-
geber und vor allem freue ich mich
über die Bereitschaft des SWR-Sinfonieorchesters bei diesem Projekt dabei zu sein."

"Die Jugendlichen bekommen eine einmalige Chance sich selbst einzubringen, zu überraschen, überrascht zu werden. Sie lernen sicher viele interessante Menschen kennen und werden von der musikalischen Erfahrung der Projektleiter profitieren können. Als absoluter Höhepunkt wird es ein einmaliges Erlebnis sein, bei den Konzerten mit dem SWR Orchester auf der Bühne zu stehen. Ich wäre glücklich, ich hätte als junger Mensch an so einem Projekt teilnehmen können."


Nils Tannert, Percussionist


"Der schrei ist ein Projekt, in dem vieles erlernt, erprobt und erfahren werden kann - sowohl für mich, als auch für die teilnehmenden Jugendlichen. Ich finde es toll, dass sich eine renommierte Institution wie das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg dieser Sache annimmt und dadurch auch eine Wertschätzung für Jugendliche gegeben wird, die normalerweise damit überhaupt nichts zu tun haben."

"Jugendliche haben in diesem Projekt die Möglichkeit sich in einem geschützten Rahmen auszudrücken, sich zu erfahren und auszutauschen. Für mich wäre es wichtig Jugendliche zu erreichen, die normalerweise nicht die Möglichkeit haben auf diese Weise sich Gehör zu verschaffen und mit ihrer eigenen Kreativität lernen umzugehen. Es gehört Mut dazu einem profesionellen Orchester sich gegenüber zu sehen und bei sich zu bleiben. Ich hoffe, dass diesem Potenzial auch genügend Raum geboten und respektiert wird, auch Unbequemem Neuem und Ungewöhnlichem gegenüber. Wenn sich in "der Schrei!" diese Themen und Ideen verwirklichen lassen, finde ich es eine große und wichtige Erfahrung für jeden Jugendlichen."


Danny Fresh, Rapper


"Über meine Arbeit als Musiker hinaus bin ich seit zwei Jahren vermehrt im Bereich von Text und Rap-Workshops an Schulen und in Jugendhäusern unterwegs. Gerade in letzter Zeit erhalte ich vermehrt Anfragen Projekte betreffend, die weit über den üblichen Workshop-Rahmen von mehreren Stunden oder maximal mehreren Tagen hinausgehen. Für mich als HipHop-Musiker ist das gerade deshalb interessant, weil ich zum einen die Möglichkeit habe einer breiteren Öffentlichkeit Einblicke in die HipHop Kultur zu vermitteln. Das mediale Bild, das man von HipHop im allgemeinen hat ist ja alles andere als positiv. Und was natürlich den Hauptteil ausmacht ist die Möglichkeit mit Jugendlichen zusammen an Texten zu arbeiten.
Das Projekt "Der Schrei!" finde ich deshalb besonders interessant, da zum einen die Zusammenarbeit mit dem SWR Orchester besteht und das Projekt  zum anderen sehr offen gehalten ist. Es geht ja darum ohne große Vorgaben zusammen etwas zu entwickeln. Und in diesem Zusammenhang bin ich gespannt, was der Crossover der verschiedenen Musikstile und Instrumente für Ergebnisse zu Tage bringt."

"Ich denke, dass das Projekt für Jugendliche eine einmalige Chance ist völlig frei eine neue Sache mit zu entwickeln. Auch die Chance mit dem SWR Orchester zusammen zu arbeiten bietet sich einem ja nicht alle Tage. Ich glaube, dass das Projekt für alle Beteiligten eine Horizonterweiterung sein wird - ganz egal aus welcher Ecke man musikalisch kommt."




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