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01.09.09
Neue Konzertsaison im Schloss Bruchsal
Der Kartenvorverkauf hat begonnen
Bereits in der 54. Saison bietet die barocke Pracht und die besondere Atmosphäre des Schlosses in Bruchsal den Rahmen für die anspruchsvolle internationale Kammermusikreihe der Bruchsaler Schlosskonzerte, deren Vorverkauf für die neue Saison 2009/10 jetzt eröffnet wurde.
Den Auftakt gibt am 4. Oktober ein Klavierabend des jungen Schweizer Pianisten Cédric Pescia, dem die Musikkritik ein außergewöhnliches Bachspiel bescheinigt. Unter ande- rem steht auch Schuberts letzte Klaviersonate auf seinem Programm. Pescia ist zudem Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter der Lausanner Kammermusikreihe Ensemble enScène. Außerdem war er 2005 und 2007 Jurymitglied des Concours Clara Haskil und wurde im Jahr 2007 mit dem "Prix Musique de la Fondation Vaudoise pour la culture" ausgezeichnet. Mit dem Fauré Quartett gastiert am 31. Oktober ein international renommiertes Ensemble in der seltenen Formation des Klavierquartetts in Bruchsal; die vier Musiker – einstmals Studierende der Karlsruher Musikhochschule - spielen Werke von Mendelssohn, Kirchner und Reger. Über dieses Ensemble sagte die Pianistin Martha Argerich nach einem Konzert: „Wer das Fauré Quartett hört, der möchte es wieder hören“.
Noch als Geheimtipp gilt das junge tschechische Bennewitz Quartett, das im vergangenen Sommer den Internationalen Borciani-Streichquartettwettbewerb in Italien gewonnen hat und am 12. November sein Profil mit Werken von Haydn,
Janácek und Beethoven beweisen wird.
Schönste weihnachtliche Vokalmusik aus vier Jahrhunderten präsentiert dann am 11. Dezember das derzeit führende deutsche Vokalensemble Singer Pur (Foto): fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin.
Am 10. Januar gastiert das in der Kammermusikszene zu den „Rising Stars“ zählende junge Tecchler Trio aus Zürich, das u.a. Klaviertrios von Beethoven, Suk und Dvorák spielen wird. Der im kanadischen Montreal geborene Jean-Guihen Queyras, der zu den weltweit führenden Cellisten seiner Generation zählt, kontrastiert bei seinem Rezital am 5. Februar berühmte Cellosuiten von Bach mit Miniaturen von Kurtág, Britten und Veress. Am 26. Februar verbindet dann das Mandelring Quartett mit der polnischen Virtuosin Katarzyna Mycka die klassische Strenge der Streichquartette von Haydn und Debussy mit eher sphärischen Marimba-Klängen der Werke von Sejourne und Rosauro. Michael Nagy, derzeit als Guglielmo in Mozarts „Cosi fan tutte“ gefeierter Bariton an der Frankfurter Oper, hat für seinen Liederabend am 18. März mit der Pianistin Juliane Ruf Meisterwerke der Liedkunst von Schubert bis Strauss ausgewählt. Und mit dem Jerusalem Chamber Music Festival Ensemble unter Leitung der Pianistin Elena Bashkirova kommt am 21. April ein international hochkarätig besetztes Sextett mit Kompositionen von Mozart, Schumann und Beethoven nach Bruchsal.
Den Abschluss der internationalen Konzertreihe gibt schließlich am 9. Mai das David Orlowsky Trio, ECHO-Preisträger von 2008, das mit dem israelischen Mandolinisten Avi Avital eine abwechslungsreiche musikalische Weltreise unternimmt, welche die Seele des Klezmer kammermusikalisch mit der Freiheit des Jazz und der Klangästhetik der Klassik vereint.
Zur Information: Die Konzertreihe wird vom Kulturring Bruchsal e.V organisiert und zum Teil vom Südwestrundfunk mitverantwortet und mitgeschnitten. Abonnements und einzelne Kartenbestellungen sind ab sofort möglich über die Geschäftsstelle des Kulturrings Bruchsal, Tel. 07251 – 88 055 und außerdem im Internet unter www.bruchsaler-schlosskonzerte.de. Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr und finden im Kammermusiksaal des Bruchsaler Schlosses statt. Jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gibt es eine fachkundige Werkeinführung.
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