27.09.09
Neue Saison der Karlsruher Kammermusikfreunde mit attraktivem Programm
Im Mai 2010 ist die Geigerin Midori zu Gast in Karlsruhe


Am Freitag, den 16. Oktober starten die Karlsruher Kammermusikfreunde in ihre neue Saison: Das erste Konzert im Stephanssaal bestreitet die russische Geigerin Latica Honda-Rosenberg, die
zu den ersten Vertretern einer Genera-
tion junger Künstler zählt, die sich im Konzertleben etabliert haben. Der
Gewinn der Silbermedaille beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau 1998 ebnete der Geigerin den Weg zu einer internationalen Karriere. Das Fachmagazin "The Strad" kommentierte damals: "Ihre Sicherheit und Willenskraft lassen unvermittelt an Heifetz denken.“
Neben ihrer weltweiten Konzerttätigkeit hat Latica Honda-Rosenberg seit 2003 eine Professur für Violine an der Musikhochschule Freiburg inne. Ihr Partner am Klavier ist der 39jährige  Paul Rivinius, der als Gastprofessor an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin unterrichtet; die beiden spielen Werke von Manuel de Falla, Débussy, Dvorak und Strauss.

Grosse musikalische Intensität und ein waches Interesse für stilistische Werktreue kennzeichnen das 1984 in der Schweiz gegründete Carmina Quartett, das am Mittwoch, den 25. November mit Werken von Haydn, Mendelssohn und Dvorak in Karlsruhe gastiert. Die „Financial Times“ reihte das Carmina Quartett in die Gruppe der führenden Streichquartette dieser Zeit ein; zu den Mentoren des Quartetts gehören das Amadeus- und das La Salle Quartett, Sandor Végh und Nikolaus Harnoncourt. Neben einem großen Quartettrepertoire, das Raritäten aller Epochen einschließt, pflegt das Quartett auch das Zusammenspiel mit Musikern wie Mitsuko Uchida, Elisabeth Leonskaja, Emmanuel Pahud, Truls Mork, Wolfgang Meyer und Sabine Meyer.

Am 14. Januar 2010 spielt das Wihan Quartett aus Prag im Stephanssaal: Dieses Ensemble setzt sich für die Musiktradition seines Landes ein und
hat sich insbesondere dadurch einen herausragenden Ruf erworben. Quartette von Mozart, Smetana und Dvorak sind
für das Konzert in Karlsruhe vorgesehen. Regelmäßig sind sie zu Gast in den USA, in Japan und in Australien, dane-
ben in Großbritannien: in Konzertsälen wie beispielsweise der Wigmore Hall in London oder der Bridgewater Hall. Quartette von Mozart, Smetana und Dvorak sind für das Konzert in Karlsruhe vorgesehen.

Der russische Pianist Boris Giltburg, der zu den vielversprechendsten Pianisten seiner Generation zählt, ist am 5. Februar mit Bach/Busoni, Schumann, Rachmaninow und Prokofiev zu Gast. Boris Giltburg ist mit zahlreichen Orchestern von Weltrang aufgetreten, so u.a. mit dem London Symphony Orchestra, dem Prager Symphonieorchester oder dem Israel Philharmonic Orchestra. Seine erste CD-Veröffentlichung bei EMI im Mai 2006 mit Werken von Prokofjew und Scriabin wurde von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen.

Am 9. März sind die Preisträger des ersten Hamburger Kammermusikwettbewerbs im Stephanssaal zu hören, und einen gleichermaßen prominenten wie interessanten Gast präsentieren die „Karlsruher Kammermusikfreude“ ihrem Publikum zum Abschluss der Reihe: Am 11. Mai kommt die Geigerin Midori in die Fächerstadt. Schon früh wurde sie als Wunderkind gefeiert, bereits mit neun Jahren debütierte sie mit den New Yorker Philharmonikern und Zubin Mehta, wurde von der „New York Times“ auf Seite eins bejubelt. Ein Gegengewicht zur Musik bilden inzwischen ihre Stiftung "Midori&Friends", das Studium sowie ihre Arbeit mit jungen Violinisten.
Gemeinsam mit dem Pianisten Charles Abramovic spielt sie in Karlsruhe Werke von Beethoven, Janacek, Sallinen und Strauss.


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