24.01.10
Vergessene Söhne Mannheims
Das "Mannheimer Hofquartett" auf den Spuren des historischen Klangs


Kurfürst Carl Theodor war bekanntermaßen ein großer Musikliebhaber, und dank seiner Förderung gehörte Mannheim in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu den bedeutendsten europäischen Musikzentren in Europa. Die musikalischen Neuerungen der Hofkapelle beeinflussten die Musik jener Zeit nachhaltig.

Mannheimer HofquartettMit der neuen Konzertreihe „Faszination Hofmusik“ will das Mannheimer Hofquartett diese Musik neu beleben, und zwar in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle „Südwestdeut-
sche Hofmusik“ an der Heidelber-
ger Akademie der Wissenschaften.
Die überwiegend unbekannten Streichquartette wurden von den Mitarbeitern der Forschungsstelle
aus Bibliotheken in ganz Europa zusammengetragen. Die Noten werden speziell für die Konzerte aufbereitet und den Musikern zur Verfügung gestellt. Jedes Konzert widmet sich einem besonderen historischen Aspekt der kurpfälzischen Hofmusik; dabei werden die neueste wissenschaftlicher Erkenntnisse der Forschungsstelle berücksichtigt. Die Konzertreihe möchte das Publikum einladen, sich in die faszinierende Welt der höfischen Musikkultur des 18. Jahrhunderts entführen zu lassen – mit Werken, die teilweise seit Jahrhunderten nicht mehr gespielt wurde.

Der nächste Kammermusikabend des Mannheimer Hofquartetts in der Reihe „Faszination Hofmusik“:
Freitag, 5. 2. 2010, 20 Uhr Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus (C 5)

Gespielt werden unbekannte Werke von Carl und Anton Stamitz, Christian Cannabich, Ignaz Fränzl und Wilhelm Cramer.
Die heute weitestgehend zu Unrecht vergessenen Komponisten waren nicht nur berühmte Söhne kurpfälzischer Hofmusiker, die zu den führenden Virtuosen ihrer Zeit gehörten, sondern sie waren auch allesamt Zöglinge der bis heute weltweit anerkannten Mannheimer Schule.

Das Quartett, bestehend aus Christoph und Marie-Luise Dingler (Violinen), Ulrike Kruttschnitt (Viola) und Gregor Herrmann (Cello), konzertiert auf historischen Instrumenten in der damals üblichen tieferen Stimmung.

Die Konzertreihe wird veranstaltet vom Freundeskreis des Mannheimer Hofquartetts, in Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und den Reiss- Engelhorn-Museen.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ist Schirmherr der Reihe, die vom Kulturamt Mannheim und der LBBW unterstützt wird.

Der Eintritt beträgt 12,- € /erm. 8,- €.
Kartenreservierung unter karten@mannheimer-hofquartett.de und an der Abendkasse ab 19 Uhr.

Die weiteren Termine sind:
Fr. 16. 4. 2010: „Joseph Martin Kraus und die Mannheimer Schule“
Fr. 11. 6. 2010: „Europa zu Gast in Mannheim – Hofmusik vernetzt“



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