15.04.10
Opern künftig in Eigenregie
Festspielhaus Baden-Baden stellt Programm für 2010/11 vor


Elina Garanca(red) Ausschließlich in Eigenregie produziert das Festspielhaus Baden-Baden künftig seine Opern. Mit dieser Entscheidung und einem wirtschaftlich soliden Ergebnis der Saison 2009/2010 beginnt das größte deutsche Opernhaus am 17. September 2010 eine neue Spielzeit. „Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele im Krisenjahr 2009 erreicht, die Besuchererwartungen wurden sogar übertroffen“, so Intendant Andreas Mölich-Zebhauser in der Pressekonferenz zum neuen Programm.
Eigenregie bedeutet, dass Baden-Baden die künstlerische Verantwortung übernimmt. Dennoch werden aus wirtschaftlichen Gründen auch Partner an Opern-Neuinszenierungen beteiligt sein.

Neben „Cosi fan tutte“ und „Salome“ wird es in der kommenden Spielzeit auch vier Bühnenwerke in konzertanter Form geben. Gleich zu Beginn der kommenden Saison ist Verdis „Otello“ mit Ben Heppner und Anja Harteros (30.09.2010) im Rahmen der Herbstfestspiele zu hören.
Am 20.05. 11singt die amerikanische Sopranistin Joyce Di Donato in einer konzertanten Aufführung der Händel-Oper „Ariodante“; dabei erläutert die Schriftstellerin und Opernkennerin Donna Leon den Inhalt live zwischen den einzelnen Akten.

Juan Diego FlorezWolfgang Amadeus Mozarts Werke prägen die Pfingst- und Sommer-
festspiele 2011 in besonderer Weise. Zu Pfingsten wird es eine konzertante Aufführung des „Idomeneo“ unter der Leitung von Thomas Hengelbrock geben, und bei den Sommerfestspielen lockt das Festspielhaus Baden-Baden mit einem „Don Giovanni“ in großer Besetzung und unter dem Siegel „Baden-Baden-Gala“ - unter anderem mit Diana Damrau, Elina Garanča, Rolando Villazón, Ildebrando d’Arcangelo und Thomas Quasthoff. Das Mahler Chamber Orchestra begleitet diesen Opernabend.

Regisseur Nikolaus Lehnhoff, der in Baden-Baden bereits mit „Lohengrin“, „Parsifal“, „Tristan und Isolde“, „Tannhäuser“ und „Tosca“ erfolgreich inszenierte, wird mit „Salome“ die Baden-Badener Pflege der Richard-Strauss-Opern fortsetzen. Die musikalische Leitung wird dabei der Strauss-Experte Stefan Soltesz übernehmen. Angela Denoke singt die Titelpartie der Oper.


„Cosi fan tutte“ als Auftakt zu da-Ponte-Zyklus

Zu den „Winterfestspielen 2011“ inszeniert der deutsche Regisseur Philipp Himmelmann die Mozart-Oper „Cosí fan tutte“ neu. Die musikalische Leitung übernimmt der in Novosibirsk, Paris und Moskau hoch geachtete Dirigent Teodor Currentzis. Damit beginnt das Festspielhaus einen da-Ponte-Zyklus, der nach dem ‚Figaro“ 2012 mit allen drei Werken dieses Textdichters („Cosí fan tutte“, „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“) 2013 zyklisch aufgeführt werden soll.


Konzerte großer Orchester und Dirigenten

Die Berliner und die Münchner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin, New York Philharmonic oder die Bamberger Symphoniker nehmen ebenso Kurs auf Baden-Baden wie die Dirigenten der Liga Pierre Boulez, Kent Nagano, Seiji Ozawa oder Christian Thielemann. Bei den Solisten dürfen traditionell Besuche von Anne-Sophie Mutter, Lang Lang, Martha Argerich, Mischa Maisky oder Jordi Savall nicht fehlen.

Der Geigerin Julia Fischer widmet das Festspielhaus Baden-Baden in der Saison 2010/2011 ein dreiteiliges Künstlerportrait (1.-3. April 2011). Das Silvesterkonzert bestreiten Anja Harteros und Jonas Kaufmann, die 2009 zu Sängerin und Sänger des Jahres gekürt wurden, daneben gibt es Arien- und Liederabenden von Cecilia Bartoli, Waltraud Meier, Elina Garanča, Rolando Villazón, Bryan Terfel oder Juan Diego Flórez.


Ballettprogramm wird schrittweise ausgebaut

In den kommenden Jahren plant das Festspielhaus wir einen schrittweisen Ausbau des Tanz-Programms. 2010/2011 wird mit „Aterbaletto“ erstmals die wichtigste zeitgenössische italienische Compagnie zu Gast in Baden-Baden sein. Gäste aus Brasilien, das Balet de Sao Paulo, runden ein Tanzprogramm ab, in dem traditionell auch das Hamburg Ballett John Neumeier (Oktober 2010 mit „Endstation Sehnsucht“ und „Hommage a Ballet Russes“) und das Mariinsky-Ballett St. Petersburg (Weihnachten 2010) ihre Residenzen im Schwarzwald beziehen. Freunde des Wiener Walzers kommen während der Sommerfestspiele 2011 auf ihre Kosten, wenn die Vereinigung Wiener Staatsopernballett einen Abend lang unter dem Motto „Wien tanzt“ im Festspielhaus gastiert.
(Fotos: Gabo/ DG (Elina Garanca), Uli Weber/ Decca (Juan Diego Florez)


Der Vorverkauf zum neuen Programm ab sofort unter

www.festspielhaus.de / 07221 / 30 13 101






Die Hörbuchreihe zur klassischen Musik. Mit 150 Musikbeispielen von 70 Komponisten, vom Mittelalter bis zur Moderne.



zurück zur Hauptseite

zurück zu "Bericht"



Links zum Thema

Festspielhaus Baden-Baden

© Pamina Magazin, Redaktion, Impressum