23.09.10
Die sprühende Großstadt
Über die Musik der Klassik-Band "Spark"

Von Christine Gehringer

"Spark" - das bedeutet "Funke". Und der zündet eigentlich immer in den Konzerten dieses Ensembles, das sich selbst als "klassische Band" bezeichnet: Hier verschmelzen lateinamerikanische Rhythmen, Balkan-Beat, Barock, Jazz oder der pochend-insistierende Puls der Minimal Music zu einer hoch explosiven Mischung, die das Publikum mitreißt - egal, ob die fünf Musiker nun im Jazzclub auftreten oder in der Reihe der Maulbronner Klosterkonzerte.

Spark - das sind zum einen Daniel Koschitzki und Andrea Ritter (Blockflöten), die das Ensemble gegründet haben und bereits als Mitglieder des "Amsterdam Loeki Stardust Quartet" (einem Blockflöten-Ensemble mit recht unkonventionellem Repertoire) auf der Bühne gestanden sind.
Daneben spielen Stefan Glaus (Violine, Viola), Victor Plumettaz (Violoncello) und Jutta Rieping (Klavier) im Ensemble Spark, und schon allein die eigenwillige Besetzung und der kulturelle Hintergrund der Musiker (sie kommen aus Deutschland, der Schweiz, Ungarn und der Slowakei) zeigen einen Schmelztiegel auf verschiedenen Ebenen.
Dieser Schmelztiegel kommt auch auf der CD "Downtown Illusions" zum Ausdruck: Allerlei sinnliche Eindrücke einer Großstadt werden hier wach gerufen, der schnelle Puls, der Lärm der "rush hour" oder die Lichter bei Nacht.

Für dieses bunte Großstadtbild sorgen junge amerikanische Komponisten wie Lev "Lijova" Zurbin und Kenji Bunch, aber auch Michael Nyman oder Chiel Meijering, daneben der junge deutsche Komponist Johannes Motschmann, der in Karlsruhe bei Wolfgang Rihm studiert hat. Manche der Stücke wurden speziell für Spark geschrieben.

Die CD "Downtown Illusions" ist bei ARS Produktion erschienen und seit kurzem im Handel erhältlich.

Konzerthinweis für Kurzentschlossene: Am Samstag, den 25.09. stellt die Band ihre CD in der Hemingway Lounge Karlsruhe (Uhlandstraße 26 ) vor; Beginn ist 19 Uhr.


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