30.03.08
"Lektionen des Lebens" mit Hélène Grimaud
Reisetagebuch einer Künstlerin, die sich eine Auszeit vom Konzertalltag nimmt

Von Christine Gehringer

Im Festspielhaus Baden-Baden ist sie regelmäßig zu Gast; ihre jüngste Beethoven-Einspielung wird als "faszinierend mitreißend" beschrieben: Die französische Pianistin Hélène Grimaud gilt als Philosophin am Klavier. Über die Gattung „Klavierkonzert“ sagt sie, dies sei wie ein Biest, vor dem man unglaublichen Respekt hat. „Und weil das so ist, studiert man es – und tatsächlich entpuppt sich dieses Biest am Ende als Lehrer.“
Eine außergewöhnliche Künstlerin ist Hélène Grimaud schon allein deswegen, weil sie sich nicht nur für die Musik, sondern auch für Wölfe engagiert. Ihr Buch "Lektionen des Lebens" komplettiert dieses Bild.


Helene GrimaudMan begegnet in diesem „Reisetagebuch“ einer jungen Frau mit einem unglaublichen wachen Interesse an Menschen, Ländern und Kulturen, und dies mag in Hélène Grimauds Biographie begründet liegen: Ihre Mutter entstammt einer nordafrikanisch-jüdischen Familie und hat ebenso italienische Wurzeln, ihr Vater deutsche Vorfahren.

Auch ihre Beziehung zu den Wölfen spielt immer wieder eine Rolle. Diese Beziehung beginnt 1991, als sie in Florida einer Wölfin begegnet und so etwas wie eine Seelenverwandschaft mit diesen Tieren entdeckte. Einige Jahre später gründete sie das „Wolf Conservation Center“ in South Salem (New York), das sich Schutz, Reintegration und Zucht von Wölfen zum Ziel gesetzt hat.

Hélène Grimauds autobiographisches Buch „Lektionen des Lebens“/ Ein Reisetagebuch ist bei „Blanvalet“ erschienen (Preis: 18.95 Euro)


Hörbeitrag (MP3)
von Christine Gehringer:
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(Musik: Beethoven, Sonate op. 101; Interpretin: Hélène Grimaud; Label: Deutsche Grammophon)



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