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Konzerte im Rahmen der Europäischen Kulturtage

(red.) Die Europäischen Kulturtage, die heute beginnen, widmen sich in diesem Jahr dem Thema „Revolution“ und nehmen dabei insbesondere die Jahre 1848, 1918 und 1968 in den Blick. Unter dem Motto „Umbrüche, Aufbrüche – gleiche Rechte für alle“ gibt es neben Ausstellungen, Theateraufführungen und Vorträgen auch einige Konzerte: Am Sonntag, den 22. April ist der Pianist Florian Steininger im Musentempel in Karlsruhe ab 15 Uhr mit einem Konzert unter dem Titel „The People United will never be defeated“ zu hören. Er spielt Frederic Rzewskis Varationen über das chilenische Freiheitslied „El pueblo unido“.
„Ohrwurm Schönberg“ heißt es beim Konzert der Künstlerinnenvereinigung Gedok am Freitag, den 27. April um 19 Uhr in der Badischen Landesbibliothek: Der Zusammenbruch der alten Weltordnung nach dem Ersten Weltkrieg hatte auch in der Musik zu Aufbrüchen geführt. Den Komponistinnen Clara Schumann, Fanny Hensel und Alma Mahler widmet sich am Sonntag, den 29. April das Studio Vocale beim Konzert in der Städischen Galerie um 19 Uhr, und Poetry Slam in Verbindung mit Jazz gibt es am Dienstag, den 1. Mai ab 20 Uhr im Kulturzentrum Tempel. Das Chorkonzert am 3. Mai in der Christuskirche Karlsruhe (19.30 Uhr) steht unter dem Motto „Verleih uns Frieden“; das Vocalensemble und das Bläserensemble der Musikhochschule, dazu weitere Solisten sind hierbei mit Werken von Giovanni Gabrieli, Heinrich Schütz und Johann Rosenmüller zu hören. Thema dieses Konzerts ist der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648). Ebenfalls am 3. Mai heißt es ab 20.30 Uhr in der Insel „Evas schräge Töne im Paradies“. Dabei geht es um die britische Komponistin Ethel Smyth, die sich unter anderem für das Frauenwahlrecht einsetzte. Das gesamte Festivalprogramm unter www.europaeische-kulturtage.de).

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Philharmonie Baden-Baden sucht junge Solisten aus der Region

(red.) Alljährlich bietet die Philharmonie Baden-Baden (unterstützt von der Volksbank Baden-Baden Rastatt) einigen besonders talentierten jungen Instrumentalisten aus Baden die Möglichkeit, sich als Solisten in einem der öffentlichen Konzerte des Orchesters zu präsentieren. Die Auswahl der jungen Virtuosen erfolgt im Rahmen eines Vorspiels, das am Freitag, 6., und Samstag, 7. Juli 2018, jeweils ab 14.00 Uhr stattfindet. Die Philharmonie Baden-Baden bittet interessierte junge Künstler, sich spätestens bis zum 17. Juni 2018 unter Nennung des möglichen Solostückes (nur Solowerke mit Orchesterbegleitung) im Orchesterbüro unter Telefon 07221 932791 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anzumelden. Beim Vorspiel sollte das für die Veranstaltung vorgesehene Konzert vorgetragen werden. Der Ort des Vorspiels und die eventuelle Klavierbegleitung werden im Rahmen des Anmeldeverfahrens geklärt.

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Trommel-Workshop für Kinder im Toccarion in Baden-Baden

(red.) Das Festspielhaus Baden-Baden lädt am Samstag, den 21. April (von 14 Uhr bis 15.30 Uhr) zu einem Percussion-Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren ins Toccarion: Dieser Workshop möchte mit lateinamerikanischen Rhythmen „gute Laune“ machen, zum Beispiel mit der der Cajón, einer südamerikanische Kistentrommel. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Karten kosten 10 Euro, Informationen unter 07221/3013101 oder www.toccarion.de

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Ettlinger Orgelfrühling startet in der kommenden Woche

Karlsruhe hat seinen „Internationalen Orgelsommer“ – aber so lange müssen die Freunde der Orgelmusik in dieser Region nicht warten. Denn vom 22.04. bis zum 13.05. wird die Herz-Jesu-Kirche in Ettlingen zum Schauplatz vielfältiger Konzerte: Den Auftakt zum diesjährigen „Ettlinger Orgelfrühling“ macht Helmut Deutsch, Orgelprofessor aus Stuttgart und nicht zu verwechseln mit dem bekannten österreichischen Pianisten. Er spielt Werke von Bach, Messiaen, Pachelbel und César Franck. Am 29.04. ist Daniel Maurer aus Straßburg zu Gast; bei diesem Konzert steht unter anderem Musik von Bach, Händel, Widor, Débussy und Langlais auf dem Programm. „Die Orgel reist nach Hollywood“ heißt es dann am 06.05. in einem Kinder- und Jugendkonzert, das auch vom Kinder- und Jugendchor der Herz-Jesu-Kirche mitgestaltet wird. Das Abschlusskonzert am 13.05. gehört sozusagen dem „Hausherrn“ Markus Bieringer, derzeit unter anderem Chorleiter in Herz-Jesu: Er spielt Werke von Julius Reubke und Louis Vierne.
Das Repertoire des Orgelfrühlings erklingt auf der Großen Matz & Luge Orgel in der Herz-Jesu-Kirche Ettlingen, daneben ist auch die historische Chororgel von Stieffell zu hören. Außerdem gibt es bei zwei der vier Konzerte eine Live-Bildübertragung auf Leinwand. Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr, das Jugedkonzert bereits um 15 Uhr.
Informationen und Karten gibt es über die Stadtinformation Ettlingen (07243/ 101 380) und an der Abendkasse. Beim Kinder- und Jugendkonzert ist der Eintritt frei.

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Festival für Improvisierte Musik startet morgen

Am morgigen Donnerstag, den 5. April, startet das Festival für Improvisierte Musik in der Durlacher Orgelfabrik: Den Auftakt macht um 20 Uhr das Duo Sauer/ Schliemann. Die Mainzer Stimmkünstlerin Silvia Sauer arbeitet über sämtliche Stilgrenzen hinweg; der Wiesbadener Wolfgang Schliemann betreibt die Kunst des Schlagzeugspiels in einer radikalen Spielhaltung, in der sich das Schlagzeug von seiner Funktion als primärem Rhythmusinstrument verabschiedet hat. Die Gruppe „Benoit and the Mandelbrots“ hingegen erzeugt Musik am Laptop.
Am Freitag, den 6. April gibt es ab 19 Uhr ein „Klanglabor“ mit Geräuschen und Melodiefragmenten mit dem Kölner Duo Wissel/ Nies. Das Ensemble „emißatett“ wiederum - es sind Musiker aus Köln und Berlin – tritt in der ungewöhnlichen Formation Cello, Posaune, Kontrabass, E-Piano, Synthesizer und Perkussion auf. Von Morse-Codes, Hunden und Science Fiction ist dagegen das Berliner Ensemble „RRR“ beeinflusst.
Klangspiele für Kinder mit einfachen Instrumenten oder Musik auf dem iPad steht am Samstag, den 7. April ab 14 Uhr auf dem Programm, und ab 19 Uhr wird die evangelische Stadtkirche Durlach zum Spielort des Festivals: Das Ensemble OBLIQ (Saxofon, Kontrabass, Perkussion, Objekte) ist unter dem Motto „Klangnuancen – Strukturen – Abstraktionen“ zu hören. Anschließend bürstet die Karlsruher Formation „rrr“ die Tradition der Kirchenmusik gegen den Strich; die Orgel beispielsweise klingt hier wie elektronisch generiert. Das Trio „Moscow by Heart“ wiederum arbeitet mit experimentellen Spielweisen der freien Improvisation, mit Folkore, mit zeitgenössischer Musik. Das Festival für Improvisierte Musik endet am Sonntag, den 8. April mit einem Abschlusskonzert um 16 Uhr in der Orgelfabrik.

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Festspielhaus Baden-Baden und Berliner Philharmoniker setzten Zusammenarbeit fort

(red.) Gemeinsame Osterfestspiele des Festspielhauses Baden-Baden und der Berliner Philharmoniker wird es auch in den kommenden vier Jahren geben. Die Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, und Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser gaben bekannt, dass der Vertrag zunächst bis 2022 verlängert wird. "Wir haben hier nicht nur eine Heimat für unsere jährliche Opernproduktion gefunden, sondern auch ideale Bedingungen, die Vielseitigkeit des Orchesters in kammermusikalischen, edukativen und sinfonischen Konzerten mit unseren künstlerischen Wunschpartnern zu präsentieren“, wird Zietzschmann in der Mitteilung zitiert. Andreas Mölich-Zebhauser erklärt: „Der neue Vertrag ist ein großer Vertrauensbeweis und eine große Chance für die Entwicklung Baden-Badens.“
Die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern finden seit 2013 in Baden-Baden statt. Im kommenden Festspieljahr 2019 werden Kirill Petrenko und Riccardo Muti in Baden-Baden die Konzerte der Berliner Philharmoniker leiten. Robert Wilson inszeniert Verdis Oper „Otello“, die musikalische Leitung hat Daniele Gatti. Kirill Petrenko, ab Herbst 2019 neuer Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, leitet ab Frühjahr 2020 auch die Opernproduktionen der Osterfestspiele.

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Festspielhaus Baden-Baden: Letzte Saison unter Andreas Mölich-Zebhauser

(red.) Andreas Mölich-Zebhauser, der Intendant des Festspielhauses Baden-Baden, hat die letzte Saison unter seiner Federführung vorgestellt. Im Sommer 2019 endet seine 21jährige Amtszeit. Mit Stars wie Anna Netrebko und Lang Lang, Weltklasse-Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern sowie mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Riccardo Muti, Daniele Gatti, Christian Thielemann und Valery Gergiev wartet das Festspielhaus Baden-Baden in der Saison 2018/2019 auf.
Mölich-Zebhauser übergibt seinem Nachfolger Benedikt Stampa ein Haus in guter Verfassung: „Ich bin 1998 engagiert worden, um drei wesentliche Aufgaben lösen: Dem Festspielhaus nach einem katastrophalen Start ein tragfähiges Betriebskonzept zu geben, das künstlerische Profil neu zu definieren und positive Impulse für die Stadt und die Region auszulösen,“ wird der Intendant zitiert. Das Haus und sein privates Finanzierungsprojekt stünden auf soliden Beinen; die Stadt Baden-Baden und ihre Wirtschaft dürften sich über einen Kaufkraftzufluss von 50 Millionen Euro pro Jahr durch das Festspielhaus Baden-Baden freuen. Mölich-Zebhauser betonte außerdem die Wichtigkeit, auf künstlerische Werte anstatt auf Moden zu setzten: "Baden-Baden sollte mit Gelassenheit auf seine kulturellen Grundwerte vertrauen und nicht versuchen, eine Hipster-Metropole zu werden.“
Im Bereich Oper erwartet Baden-Baden ab Herbst 2018 unter anderem eine konzertante Aufführung von "Hoffmanns Erzählungen" - mit Olga Peretyatko-Mariotti, Charles Castronovo und Luca Pisaroni unter der Leitung von Marc Minkowski. Höhepunkt der Opernsaison soll eine Neuinszenierung der Verdi-Oper "Otello" zu den Osterfestspielen 2019 werden; der amerikanische Künstler Robert Wilson inszeniert das Musikdrama. Die Berliner Philharmoniker werden von Daniele Gatti geleitet, der als Spezialist für das italienische Opernrepertoire des 19. Jahrhunderts gilt.

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Mendelssohn-Preis für jungen Karlsruher Komponisten

(red.) Der junge Karlsruher Komponist Marc David Ferrum, seit 2015 Studierender bei Markus Hechtle und Wolfgang Rihm, ist Preisträger des diesjährigen Mendelssohn-Wettbewerbs – ausgetragen in diesem Jahr in den Fächern Klavier und Komposition. Dies teilte die Musikhochschule Karlsruhe mit.
Die Musik des 1995 geborenenen Künstlers wurde bisher nicht nur in Deutschland (u.a. bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, ZeitGenuss Karlsruhe, den „Nachtklängen“ des Badischen Staatstheaters Karlsruhe), sondern auch durch Uraufführungen in Japan einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Das Ensemble „Jabberwock“ hat im Rahmen des Wettbewerbs Ferrums Stück „Summernightmare“ aufgeführt. Die Gruppe gründete sich im Herbst 2017 an der Hochschule für Musik Karlsruhe; ihr Namensgeber ist die von „Alice im Wunderland“-Autor Lewis Carroll geschaffene Fantasiegestalt „Jabberwocky“.
Veranstaltet wird der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen und der Universität der Künste Berlin. Die künstlerische Leitung hat Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin. Schirmherr des Wettbewerbs ist Andris Nelsons, Music Director des Boston Symphony Orchestra (BSO) und neu ernannter Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig.

 

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Benefizkonzert für die neue Orgel in der Kleinen Kirche Karlsruhe

(red.) Ein Benefizkonzert zu Gunsten der neuen Orgel gibt es am Freitag, den 26. Januar um 19 Uhr in der Kleinen Kirche in Karlsruhe: „Der Holzwurm im Orgelprospekt“ lautet der viel versprechende Titel.
Neben Noten für die Orgel gibt es auch reichlich Worte über dieses Instrument: hymnische Huldigungen, amüsante oder unheimliche Begegnungen, ernste und heitere Gedichte, Erlebtes und Erfundenes. Mit Texten und musikalischen Akzenten am Flügel wird die Orgel, die jüngst von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, entsprechend gewürdigt – auch wenn „die Köngin der Instrumente“ an diesem Abend nicht selbst zu Wort kommt. Rezitiert werden die Texte durch die Schauspieler Gisela Osterlow, Susanne Schöne, Christiane Würthwein, Roland Brunner und Volker Würthwein. Magdalena Broks (Klavier) spielt Werke von Bach und Chopin.

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"Weihnacht" vor 850 Jahren erstmals besungen

(red.) "Weihnachten“ - die „geweihte Nacht“ - wurde erstmals vor etwa 850 Jahren besungen, und zwar vermutlich im Kraichgau, genauer: in der Nähe von Sinsheim. Dies beschreibt der Bruchsaler Politikwissenschaftler Thomas Adam, zugleich auch Leiter des Städtischen Museum im Schloss Bruchsal, in seinem Buch „Der Kraichgau. Eine kleine Geschichte“.
In zwei etwa gleichzeitigen Belegen - einer Predigtsammlung und einem Minnesang aus der Zeit um 1170 - ist erstmals von „wîhe naht“ im Sinne einer „heiligen Nacht“ die Rede. Durch einen fahrenden Sänger gelangte der Begriff ins Deutsche: Der Minnesänger Spervogel entstammte dem Bauernstand, entschied sich dann für das Leben eines volkstümlichen Spielmanns und kam in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts auf seinen weiten Reisen in den Kraichgau – zur Burg Weiler auf dem Steinsberg unweit von Sinsheim.
Hier besang Spervogel überschwänglich die Freigebigkeit seines Gönners, des edelfreien Burgherrn Werinhard, Graf im Elsenzgau, „der ûf Steinsberc saz“. In denselben Versen, in denen er Werinhard lobt, spricht er auch von Christus: „Er ist gewaltic unde starc, der ze wihen naht geborn wart.“
In einem Atemzug mit dem Steinsberg wird somit das Bild von der „geweihten Nacht“ in den deutschen Wortschatz eingeführt. Auf der Textgrundlage von Spervogels Spruchdichtung schuf übrigens der Komponist Friedrich Robert Volkmann vor genau 150 Jahren, 1867, seine Motette „Weihnachtslied aus dem 12. Jahrhundert“.