Virtuosität im Dienste des Ausdrucks

Alumnikonzert an der Musikhochschule mit dem Geiger Daniel Lozakovich

 

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Erst 20 Jahre alt ist der Geiger Daniel Lozakovich, doch sein Lebenslauf füllt bereits Seiten. Eine wesentliche Station hierin ist ein Exklusiv-Vertrag mit der Deutschen Garmmophon, den er bereits mit 15 Jahren unterschrieb; zu seinen Mentoren zählt unter anderem Valery Gergiev.
2001 wurde Daniel Lozakovich in Stockholm geboren, sein Vater stammt aus Belarus, seine Mutter aus Kirgisien. Ab 2012 studierte er an der Karlsruher Musikhochschule bei Josef Rissin. Nun besuchte er im Rahmen der Alumni-Konzerte seine ehemalige Ausbildungsstätte erneut, und er bestritt – das ist relativ ungewöhnlich – ein Programm allein für Violine solo. Johann Sebastian Bach und die Virtuosen Eugène Ysaye und Niccolo Paganini waren zu hören.

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Franz Danzi - eine Entdeckung

Das Karlsruher Barockorchester Consort präsentierte die Musik des einstigen Hofkapellmeisters in der Christuskirche

 

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Er hat Carl Maria von Weber entscheidend beeinflusst, seine Musik gilt als richtungsweisend am Übergang zwischen Klassik und Romantik – und doch hört man ihn viel zu selten, denn sein Name ist kaum ein Begriff.
Die Rede ist von Franz Danzi, dem Schöpfer wunderbarer Kammermusik für Bläser. Unter Kurfürst Carl Theodor gehörte Danzi, von Hause aus Cellist, schon in jungen Jahren der berühmten Mannheimer Hofkapelle an. Nach Stationen in München und Stuttgart wirkte er schließlich als Hofkapellmeister in Karlsruhe.
Das Karlsruher Barockorchester Consort widmete ihm nun ein ganzes Konzert in der Christuskirche, bedauerlich war allerdings das relativ spärliche Publikum: Wer diesem großartigen Abend nicht beiwohnen konnte, der hat definitiv einiges verpasst.

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Madrigale und Obertongesang

Das Ensemble „Nordic Voices“ gastierte beim Schwarzwald Musikfestival in Ettlingen

 

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Das Konzert mit den „Nordic Voices“ im Rahmen des Schwarzwald Musikfestivals hing am seidenen Faden. Der Flug von Oslo war gestrichen worden; erst kurz vor Konzertbeginn – und dies offenbar nach einer Odyssee durch Europa – kam das norwegische Vokalensemble in Ettlingen an. Gut gelaunt (und bestens bei Stimme!) betraten die Künstler dennoch die Bühne im Asamsaal; die Reisestrapazen waren ihnen kaum anzumerken.
Ursprünglich war das Konzert als Teil einer Tournee im vergangenen Jahr geplant, doch für das verschobene Festival kamen die „Nordic Voices“, so erzählt Intendant Mark Mast, „nun extra für einen einzigen Abend“. Mit einer Mischung aus nordischer Folklore, zeitgenössischer Musik und mit Anklängen an Mittelalter und Renaissance bescherten sie den zahlreichen Hörern einen unterhaltsamen Abend.

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Zwischen Komik und Fallhöhe

Ästhetisch und schwungvoll: Mozarts "La finta giardinera" eröffnet die Opernspielzeit am Staatstheater Karlsruhe

 

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Mit Mozarts Frühwerk "La finta giardinera" (Die Gärtnerin aus Liebe), uraufgeführt im Jahr 1775, ist am Karlsruher Staatstheater in der Inszenierung von Oberspielleiterin Anja Kühnhold ein unterhaltsames Musiktheater gelungen, das sämtliche Sinne befriedigt. 

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Eindringliche Szenen eines lebensmüden Wanderers

Packende Interpretation von Franz Schuberts "Winterreise" bei der Ettlinger Schubertiade

 

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Wenn bei der Ettlinger Schubertiade die „Winterreise“ aufgeführt wird, muss sich jeder Abend messen lassen an der großartigen Interpretation von Thomas Seyboldt und Hans Christoph Begemann im November vor zwölf Jahren. Doch ebenso packend wie erschütternd war jetzt das Konzert mit dem Tenor Tilman Lichdi.

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Das Orchester liefert die großen Bilder

Mozarts „Idomeneo“ begeistert durch reiche Farbwirkungen: Zur Aufführung mit Thomas Hengelbrock, den Balthasar-Neumann-Ensembles und überragenden Solisten in Baden-Baden

 

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Für manche Opern, so scheint es, braucht es keine Regie – die Musik ist Inszenierung genug. Mozarts Oper „Idomeneo“ gehört zweifellos dazu; sie war (als konzertante Aufführung) die Hauptproduktion im ersten Teil der Herbstfestspiele in Baden-Baden. Die inneren Stürme, die Liebesregungen, die Erschütterungen, zudem gespiegelt von äußerer Natursymbolik – all das wurde im Festspielhaus Baden-Baden so packend musiziert, dass man phasenweise mit jedem Takt etwas weiter nach vorne auf die Stuhlkante rückte ... .

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Facettenreiches Portrait einer großen Künstlerin

Konzertreihe "Musik in (Baden-) Baden" ehrte Pauline Viardot-Garcia mit einer Matinee

 

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In der vergangenen Woche widmete sich die Stadt Baden-Baden verstärkt ihrer großen ehemaligen Mitbürgerin Pauline Viardot, die zwischen 1863 und 1870 in der Kurstadt lebte und deren Künstlerfreundschaften Baden-Badens Ruf als „Sommerhauptstadt Europas“ maßgeblich begründeten.
Eine Matinee im Alten Ratssaal stellte die außergewöhnliche, vielseitig begabte Musikerin nun als Komponistin im Umfeld ihrer Freunde vor; ermöglicht wurde das Konzert durch die Stiftung „pro musica et musicis“ des Karlsruher Musikwissenschaftlers Joachim Draheim, von dem auch das Konzept stammte. 

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Ungewöhnliches Format mit Romantik und Live-Elektronik

Zum Programm „Distanzen – Schumann reloaded“ im Karlsruher Musentempel

 

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Die Sopranistin Sophie Sauter lädt  regelmäßig zu Konzerten unter dem Motto „gesang+“. Die Idee dahinter ist, dass die Singstimme bei verschiedensten Anlässen als „kammermusikalischer Partner“ auftreten soll.
Das Programm „Distanzen – Schumann reloaded“, gefördert durch „Neustart Kultur“ und vor kurzem im Karlsruher Musentempel zu hören, setzte zum Beispiel Lieder von Robert Schumann in den Kontext zeitgenössischer Musik ...

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Auch in reduzierter Fassung berührend

Brahms-Requiem mit dem Bachchor in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe

 

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Es gehört in der Regel fest in den musikalischen Kalender des späten Kirchenjahres: Das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms. Ganz allmählich ist es den Chören wieder möglich, sich auch solchem Repertoire zu widmen – allerdings in kleiner Besetzung. Das tat auch der Bachchor an der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe unter Christian-Markus Raiser: In zwei Aufführungen, jeweils mit der Hälfte des Chores, bot man den zahlreichen Zuhörern ein Konzert, das auch in der Fassung für zwei Klaviere und Pauken nichts an Eindringlichkeit verlor.

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Hervorragende Klangkultur

Eindrucksvoller Abend mit dem Jugendkonzertchor Dortmund bei den Weingartner Musiktagen

 

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Chorgesang bei den Weingartner Musiktagen junger Künstler – das gab es lange nicht. Das Festival konzentriert sich vor allem auf Kammermusik und seit einiger Zeit auch auf den Jazz. Ein umso schöneres Zeichen war es deshalb, dass am ersten Wochenende der Jungendkonzertchor Dortmund in der evangelischen Kirche sozusagen die „nach-pandemische“ Saison einläutete; haben doch gerade die Chöre unter den Einschränkungen mit am meisten gelitten. Gleichzeitig war das der Auftakt zu einer Reihe von Konzerten, mit denen man in Weingarten das 40jährige Festival-Jubiläum nachfeiert – wenn auch in reduzierter Form.
„Ins Licht“ hieß passenderweise der Titel des Programms, und die jungen Sängerinnen und Sänger – ausgebildet an der Chorakademie Dortmund – thematisierten mit der Auswahl der Stücke konkret ihre „leidvollen Erfahrungen“ und „Lichtblicke“ während der Pandemie. (Hinweis: Für die Konzerte an diesem Wochenende gibt es noch wenige Restkarten). 

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