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Kritik

Tänzerische Maskeraden

| Christine Gehringer | Kritik

Alumni-Konzert an der Karlsruher Musikhochschule mit dem Ensemble "RicciCapricci"

 

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Ein ambitioniertes Ziel hat die Musikhochschule Karlsruhe ausgegeben: Einmal pro Semester möchte man ehemalige Studierende, die inzwischen als Ensemble-Musiker im Geschäft sind, zum „Alumnikonzert“ einladen. Davon sollen mehrere Seiten profitieren: die Musiker selbst, vor allem aber auch die Studierenden – zum Beispiel in Workshops. Zu Gast war jetzt das Ensemble „RicciCapricci“, das sich auf die Musik der Renaissance des Barock spezialisiert hat.

Mehr als nur "Moldau"

| Christine Gehringer | Kritik

Zum 200. Geburtstag von Bedrich Smetana: GMD Fritzsch und die Staatskapelle musizieren "Mein Vaterland"

 

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Wann hört man schon einmal Smetanas „Mein Vaterland“ (Má Vlast“) in einer vollständigen Aufführung? Aus diesem sechsteiligen Zyklus ist neben der berühmten „Moldau“ vielleicht nur noch „Aus Böhmens Hain und Flur“ etwas besser bekannt.
Die Karlsruher Konzertbesucher kamen jetzt in den seltenen Genuss: GMD Georg Fritzsch und die Badische Staatskapelle widmeten dem tschechischen Nationalkomponisten eine ganze Matinee zum 200. Geburtstag. Ein Tipp für Kurzentschlossene: Morgen, am 8. April, ist „Mein Vaterland“ nochmals um 19.30 Uhr am Staatstheater zu hören. Es gibt noch wenige Restkarten.

Musikalische Wundmale

| Christine Gehringer | Kritik

Passionskonzert an der Karlsruher Christuskirche verband Buxtehudes "Membra Jesu nostri" mit Knut Nystedt

 

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Dieterich Buxtehudes Zyklus „Membra Jesu nostri“ gehört vielleicht zu den schönsten Passionsmusiken überhaupt, und es ist bedauerlich, dass diese Kantaten (neben denen von Bach) nicht öfter zu hören sind. An der Christuskirche Karlsruhe konnte man sie jetzt in einer wunderbaren Aufführung erleben. Verbunden waren sie mit einem anderen oft vertonten Zyklus: den „Sieben letzten Worten Jesu am Kreuz“. In diesem Fall stammten sie aus der Feder des Norwegers Knut Nystedt (1915-2014).

Das Kreuz wird zum Siegeszeichen

| Christine Gehringer | Kritik

Zur kürzlichen Aufführung von Bachs "Johannes-Passion" in St. Stephan in Karlsruhe

 

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Passionen werden nicht nur zu Karfreitag, sondern oft bereits am Palmsonntag aufgeführt. In einer katholischen Kirche hat das liturgische Gründe - doch besonders sinnig ist das andererseits bei Bachs Johannes-Passion, die im April vor 300 Jahren in der Leipziger Nikolaikirche erstmals erklang. Denn sie verweist über die Leidensgeschichte Jesu hinaus bereits auf Christus, den Auferstandenen – und damit auf das Königtum, das am Palmsonntag ebenfalls gefeiert wird. In der Kirche St. Stephan war vor kurzem eine großartige Aufführung unter der Leitung von Bezirkskantor Patrick Fritz-Benzing zu erleben.

Zugetextet

| Christine Gehringer | Kritik

Osterfestspiele Baden-Baden: In "Elektra" zeigen sich die Berliner Philharmoniker einmal mehr als glänzendes Strauss-Orchester/ Regie eher enttäuschend

 

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Musik als Sprache der Seele – in kaum einem anderen Werk ist das so zutreffend wie in der Oper „Elektra“ von Richard Strauss. In nahezu beispielloser Art fanden Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker „Worte“ für jede noch so kleine Seelenregung. Für die Inszenierung von Philipp Stölzl und Philipp M. Krenn galt das weniger. Die Wirkung der diesjährigen Baden-Badener Festspieloper kann das trotzdem nicht schmälern. Am Ostersonntag, den 31. März (18 Uhr) kann man sich davon noch überzeugen.

Der Chor wird zum Helden

| Christine Gehringer | Kritik

Händels "Israel in Egypt" mit dem Bachchor und der Camerata 2000 in der Evangelischen Stadtkirche

 

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Die Händel-Festspiele sind seit zwei Wochen vorbei – aber eine Art „Nachklang“ gab es jetzt an der Evangelischen Stadtkirche: Relativ selten hört man das Oratorium „Israel in Egypt“, in diesem biblischen Drama über die Knechtschaft Israels und den Auszug aus Ägypten darf sich der Chor wie in keinem anderen Händel-Oratorium in Szene setzen. Christian-Markus Raiser gelang mit dem Bachchor und der Camerata 2000 eine äußerst kraftvolle Darstellung.

"Wie weit noch bis zur Bahre?"

| Christine Gehringer | Kritik

Schuberts "Winterreise" szenisch: Der Pianistin Aurelia Georgiou gelang ein bemerkenswertes Projekt

 

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Schuberts „Winterreise“ – einer der bedeutendsten Liederzyklen der Romantik – beschreibt das Gefühl der Trostlosigkeit in all seinen Schattierungen. Hinter Bildern wie „Irrlicht“, „Wetterfahne“ oder einem Fluss, der zu Eis erstarrt, verbirgt sich das Leid an der Welt: Eine innere Zerrissenheit, eine Empfindung des Fremd-Seins. All das spiegelt übrigens auch Schuberts eigene Stimmung in seinen letzten Lebensjahren wider.
Diese Dramatik brachte die Karlsruher Pianistin Aurelia Georgiou (sie wurde an der Hochschule in Detmold auch zur Musikvermittlerin ausgebildet) offenbar auf den Gedanken, den Liederzyklus tatsächlich „in Szene“ zu setzen. Herausgekommen ist ein mutiges, ungewöhnliches Projekt.

Der Trost steht im Mittelpunkt

| Christine Gehringer | Kritik

"Passion und Trost bei Bach" mit der Durlacher Kantorei und dem Karlsruher Barockorchester

 

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Der Leidensweg Jesu, aber nicht durch eine ganze Passion, sondern durch einen eigens zusammen gestellten „musikalischen Kreuzweg“ beschritten - das gab es vor kurzem in der Durlacher Stadtkirche. Kantor Johannes Blomenkamp musizierte mit der Durlacher Kantorei, mit Solisten und dem Karlsruher Barockorchester Ausschnitte aus Kantaten und Passionen von Johann Sebastian Bach.