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Kritik

Musikalische Botschafter in Zeiten des Konflikts

| Christine Gehringer | Kritik

Konzertreihe der Deutsch-Armenischen Musikgesellschaft: Auftakt in der Karlsburg Durlach

 

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Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich die Karlsruher Geigerin Ani Aghabekyan im Rahmen der von ihr selbst initiierten Deutsch-Armenischen Musikgesellschaft für den kulturellen Austausch der beiden Länder. In Krisenzeiten kann man ein solches Engagement gar nicht hoch genug einschätzen – zumal der Konflikt um die Region Bergkarabach angesichts der Ereignisse in Israel derzeit eher in den Hintergrund rückt.
Die herbstliche Konzertreihe wurde am vergangenen Wochenende in der Durlacher Karlsburg eröffnet; weitere Termine sind der 11. November (Palais Biron, Baden-Baden), der 26. November (Hemingway Lounge, Karlsruhe) und der 9. Dezember (Karlsburg Durlach). Nähere Informationen - inklusive der Möglichkeit zu spenden - gibt es unter www.da.mg

Die Gitarre im Fokus der Neuen Musik

| Christine Gehringer | Kritik

Festival "ZeitGenuss" in Karlsruhe: Eröffnung mit dem Aleph Gitarrenquartett und rund 30 Urauffühungen

 

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„Aleph“ ist der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets. Bei den Musikern des gleichnamigen Gitarrenquartetts handelt es sich ebenfalls um die ersten ihrer Gattung, also um Pioniere (nicht mitgerechnet sind Gruppen, die sich eher der Popularmusik oder Bearbeitungen verschrieben haben). Das wiederum bietet zeitgenössischen Komponisten die Möglichkeit, ihre Gitarren-Studien gemeinsam mit den Musikern zu verwirklichen.
Rund 30 Uraufführungen gab es jetzt zur Eröffnung des Festivals „ZeitGenuss“ – eine Kooperation der Stadt Karlsruhe mit der Musikhochschule.

Reger, leicht bekömmlich

| Christine Gehringer | Kritik

Zur kürzlichen Reger-Werkschau mit der Badischen Staatskapelle und fünf Chören in der Schwarzwaldhalle

 

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Das Reger-Jahr geht zu Ende – und passend zur Ausstellung in der Landesbibliothek lud das Staatstheater in Kooperation mit dem Max-Reger-Institut kürzlich zu einer großen Reger-Werkschau: „Auf Reger!“ oder doch eher „Aufreger?“
An diesem Abend wohl eher das erstere. Denn dem Werk des so genannten „enfant terrible“ aus der Oberpfalz näherte man sich behutsam – bis das chorsymphonische Stück „Die Nonnen“ den imposanten Abschluss bildete: mit der Badischen Staatskapelle und mit Chören der Karlsruher Kirchen; dem Bachchor, dem Oratorienchor der Christuskirche, Cantus Juvenum, dem Chor St. Stephan und der Lutherkantorei.

Perlender Jazz am Sonntagmorgen

| Christine Gehringer | Kritik

Das Frank Dupree Trio spielte bei den Weingartner Musiktagen Junger Künstler

 

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Seit Jahren tritt der vielseitig begabte Frank Dupree in allen möglichen Funktionen auf: als Dirigent vor größerem Orchester oder als Pianist, im Solo-Rezital (schon als Jugendlicher unter anderem bei den Weingartner Musiktagen) und in der Verbindung aus Klassik und Jazz. Gerade mit letzterem scheint er eine Nische gefunden zu haben. Einen Mitstreiter hat er hier zum Beispiel mit dem Trompeter Simon Höfele; im vergangenen Jahr kam das Album „Salted Caramel“ heraus.
Jetzt war er mit dem Schlagzeuger Meinhard Obi Jenne und dem Bassisten Jakob Krupp (zusammen bilden sie das Frank Dupree Trio) im Gewächshaus Stärk zu hören.

Dancefloor zum Balkan-Beat

| Christine Gehringer | Kritik

Weingartner Musiktage: Am Eröffnungswochenende war die Band "Donnerbalkan" zu Gast

 

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„Es muss nicht alles Klassik sein, aber es muss alles klasse sein“ - so lautet seit einigen Jahren der Slogan der Weingartner Musiktage Junger Künstler. Das Festival setzt schon seit längerem auf eine Mischung aus Klassik, Pop, Jazz, Crossover; auf Brass Bands, Ethno Pop oder auch auf Klassik in Verbindung mit Jazz – so wie das etwa das „Frank Dupree Trio“ pflegt.
Solche Musikrichtungen standen am ersten Festival-Wochenende (unter anderem mit der Band "Donnerbalkan") auf dem Programm, doch klassisch geht es weiter – und zwar am kommenden Freitag, den 13. Oktober mit dem E.T.A. Trio („SWR2 New Talents“) oder am Samstag mit zwei Bundespreisträgerinnen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ (weitere Hinweise unter www.weingartner-musiktage.de)

Mozart als "Spiritus rector"

| Christine Gehringer | Kritik

Saisonstart der Bruchsaler Schlosskonzerte: Das Armida Quartett und der Klarinettist Kilian Herold mit Mozart, Reger - und einer Uraufführung

 

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Es ging natürlich auch um den 150. Geburtstag von Max Reger in diesem Bruchsaler Schlosskonzert – und zwar um das Klarinettenquintett A-Dur op. 146. Im allgemeinen wird es als eines der „zugänglichsten“ Werke von Max Reger verstanden.
Doch im Mittelpunkt stand diesmal eine Uraufführung: Ein Streichquartett des Komponisten Anno Schreier, den man eigentlich eher als Opernkomponisten kennt, der sich aber seit einiger Zeit auch mit Formen ohne programmatischem Inhalt beschäftigt. Dieses (im Übrigen sehr unterhaltsame!) Quartett ist ganz im Geiste Mozarts und Haydns verfasst.
(Hinweis: Das Konzert ist nachzuhören am Montag, den 23. Oktober um 20.03 Uhr im SWR Abendkonzert).

"Verzückter Schauer"

| Christine Gehringer | Kritik

Start der Ettlinger Schlosskonzerte: Zum kürzlichen Konzert mit dem Barbican Quartet

 

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Das Barbican Quartet, Gewinner des ARD-Wettbewerbs 2022, brachte nicht nur eine edle und zugleich frische Spielkultur in den Asamsaal - sondern auch noch ein interessantes Programm. Selten ist zum Beispiel Kammermusik von Benjamin Britten zu hören, dazu gab es ein Auftragswerk der Britin Joy Lisney, das beim Ettlinger Publikum ebenfalls gut ankam. 
(Hinweis: Das gesamte Konzert ist nachzuhören am 1. November, 20.03 Uhr im SWR2 Abendkonzert).

Wege zu Bach - in eindringlichen Bildern

| Christine Gehringer | Kritik

"The World of John Neumeier" in Baden-Baden: Anmerkungen zu "Dona Nobis Pacem"

 

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Eigentlich müsste man sich John Neumeiers Bilder zur h-moll-Messe – er nennt sie „Choreografische Episoden“ - mehrmals ansehen, um seine Auseinandersetzung mit Bach wirklich erfassen zu können. Das ist im Live-Erlebnis nun nicht mehr möglich; zudem waren die drei aufeinanderfolgenden Vorstellungen im Festspielhaus Baden-Baden derart ausgebucht, dass man als Spontankäufer Glück haben musste, um noch an Karten zu kommen. Doch dankenswerterweise wurde dieses große Werk - „Dona Nobis Pacem“ ist Neumeiers letzte Kreation für das Hamburg Ballett - auf DVD festgehalten. (Hinweis: Für die Vorstellungen von Tschaikowskys „Dornröschen“ vom 6. bis 10. Oktober im Festspielhaus gibt es noch Karten).