Kritik
Jubilare in Topform
| Claus-Dieter Hanauer | Kritik
Hubert Heitz und "sein" Collegium Musicum waren im Gerthsen-Hörsaal zu erleben

(Foto: Hanauer)
Im Jubiläumsjahr begeisterte das Collegium Musicum am KIT unter seinem langjährigen Leiter Hubert Heitz mit Werken von Brahms, Strauss, Gounod, Mahler und Mussorgski .
Keine Kommentare vorhandenOriginelles Programm, erstaunliche Leistung
| Christine Gehringer | Kritik
Das Kammerorchester des KIT spielte Werke von Bizet/ Schtschedrin, Schubert und Brahms

Das Kammerorchester des KIT spielte unter der Leitung von Francois Salignat im Gerthsen-Hörsaal. (Foto: Gehringer)
Im Jubiläumsjahr „200 Jahre KIT“ stellen sich nach und nach sämtliche Klangkörper der Universität vor – vor kurzem zum Beispiel das Kammerorchester unter der Leitung von François Salignat. Das ebenso anspruchsvolle wie originelle Programm (neben Schuberts „Unvollendeter“ war auch die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin zu hören) gelang fabelhaft; im Stream auf Youtube kann man es nacherleben.
Expressives Juwel der Chormusik
| Christine Gehringer | Kritik
Das EnsembleVokal mit Musik von Johannes Brahms und Peter Cornelius in der Kleinen Kirche Karlsruhe

Das EnsembleVokal Karlsruhe in der Kleinen Kirche. (Foto: Gehringer)
Man braucht nicht immer einen großen Chor und ein Orchester, um den tiefen Eindruck herauszustellen, den das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms bei seinen Hörern hinterlässt. Ein Kammerchor von der Qualität des jungen „EnsembleVokal Karlsruhe“ (gegründet und geleitet von Leon Tscholl) reicht da völlig aus. Erkenntnis des Abends: Wer diesen Namen künftig im Konzertkalender liest, sollte die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen.
Unterhaltung vom Feinsten
| Christine Gehringer | Kritik
Karlsruher Meisterkonzerte starteten mit "Tango, Jazz und Evergreens" ins neue Jahr

Mitglieder des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie (Leitung: Enrique Ugarte), dazu der Cellist Gabriel Schwabe im Konzerthaus Karlsruhe. (Foto: Gehringer)
Zu einem ausgesuchten Programm unter dem Motto „Tango, Jazz und Evergreens“ luden die „Karlsruher Meisterkonzerte“ im neuen Jahr: populär und witzig – aber auch mit Seltenheitswert. Diesmal durften sich im Karlsruher Konzerthaus die Bläser der Rheinischen Philharmonie aus Koblenz profilieren; zu hören war Musik von Kurt Weill, Astor Piazzolla, Dmitri Schostakowitsch.
Zum Abschluss gab es noch ein besonderes Schmankerl: Das Konzert für Violoncello und Blasorchester des Pianisten Friedrich Gulda sollte man gehört haben – es ist beste Unterhaltung.
Starke Ensemble-Leistung
| Christine Gehringer | Kritik
Die Musikhochschule Karlsruhe führte Haydns "Schöpfung" in der Christuskirche auf

(Foto: Gehringer)
Ein großes Werk hatte die Karlsruher Musikhochschule zum Ende des Semesters auf das Programm gesetzt: Zu hören war Haydns „Schöpfung“ in der Christuskirche. Eine bemerkenswerte Leistung aller Beteiligten.
Musik am Hofe des Sonnenkönigs
| Christine Gehringer | Kritik
Bei den Bruchsaler Schlosskonzerten war kürzlich die Gambistin Lucile Boulanger zu Gast

(Foto: Knell/ Probenfoto)
Kammermusik der außergewöhnlichen Art stand auf dem Programm des jüngsten Bruchsaler Schlosskonzerts: Hauptdarstellerin war die Gambe – gespielt von der bemerkenswerten jungen Französin Lucile Boulanger. Sie und ihre Partner Pierre Gallon und Gabriel Rignol öffneten den Notenschrank des Monsieur Forqueray.
Eine klingende Champagnerlaune
| Claus-Dieter Hanauer | Kritik
Festkonzert zum 20jährigen Jubiläum der Rémy-Mahler-Orgel in der Evangelischen Stadtkirche

Das Festkonzert gestalteten unter anderem der Trompeter Reinhold Friedrich mit seinen Studierenden und Christian-Markus Raiser an der Orgel. (Foto: Hanauer)
Zum 20. Geburtstag der französisch-barocken Rémy-Mahler-Orgel gab es an der Evangelischen Stadtkirche ein umfangreiches Jubiläums-Wochenende - mit einem Festkonzert als Höhepunkt.
Menschliche Abgründe
| Christine Gehringer | Kritik
Deutsche Erstaufführung: "Phèdre" von Jean-Baptiste Lemoyne ist am Badischen Staatstheater zu sehen

(Foto: Felix Grünschloß)
Nach der Oper „The Wreckers“ von Ethel Smyth gibt es eine weitere Wieder-Entdeckung am Karlsruher Staatstheater: „Phèdre“ von Jean-Baptiste Lemoyne (1751-1796). Die Produktion ist eine Zusammenarbeit mit dem „Palezzetto Bru Zane“ in Venedig; das Kulturzentrum hat die Oper im Jahr 2017 nach mehr als 200 Jahren erstmals wieder herausgebracht.
Das Werk (in der Inszenierung von Christoph von Bernuth) führt in die Abgründe des Menschlichen, und dass die Umsetzung – vor allem im zweiten Teil – so packend gelingt, ist in erster Linie der großartigen Ann-Beth Solvang zu verdanken.