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Osterfestspiele: Festspielhaus Baden-Baden zieht Bilanz

| Christine Gehringer | PAMINA kurz notiert

(red.) Mit ausverkauften Vorstellungen von Puccinis „Madama Butterfly“, dazu Sinfoniekonzerten unter der Leitung von Kirill Petrenko, Jakub Hrůša und Klaus Mäkelä, dem Bundesjugendorchester mit der Solistin Midori, einem Programm mit 15 Kammerkonzerten und sonstigen Veranstaltungen in der Festival Lounge haben die Osterfestspiele 2025 "neue Rekordmarken geknackt". Dies teilt das Festspielhaus Baden-Baden mit. Über 20000 Gäste hätten das Festival besucht, die Auslastung im Festspielhaus habe bei 97 Prozent gelegen.

Noch mehr als in den letzten Jahren habe zudem die ganze Stadt mitgefeiert, heißt es in der Mitteilung weiter: Erstmals musizierten Mitglieder des Bundesjugendorchesters in so genannten "Pop-Up-Konzerten" an prominenten Orten Baden-Badens. Diese Idee soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.
Die Festspieloper „Madama Butterfly“ von Giacomo Puccini war ein "Publikumsrenner". Im Mittelpunkt der opulenten Inszenierung von Davide Livermore und der beeindruckenden musikalischen Interpretation von Kirill Petrenko stand ein neues "Operntraumpaar": Die italienische Sopranistin Eleonora Buratto gab in der Titelrolle ihr Festspielhausdebüt und wurde – neben Tenor Jonathan Tetelman als Pinkerton.

„Der künstlerische Gehalt, der Jubel des Publikums und die Zahlen bestätigen mich in meinem Anspruch: Baden-Baden ist die deutsche Festspielstadt“, wird Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa zitiert. Er verbindet dies mit einem Dank an die Berliner Philharmoniker: „In den 13 Jahren mit den Berliner Philharmonikern sind die Osterfestspiele zu einem Ereignis globaler Ausstrahlung und Anziehungskraft geworden.“ Auf dieser Grundlage will Benedikt Stampa die Osterfestspiele in die Zukunft führen – mit neuen Gesichtern und neuen Ideen.

Die Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, blickt ebenfalls zurück: „Wir sind dem gesamten Team des Festspielhauses sehr dankbar für 12 erfolgreiche und inspirierende Osterfestspiele in Baden-Baden, die jetzt schon in die gemeinsame Geschichte eingehen. Die Berliner Philharmoniker haben sich hier, gemeinsam mit ihren Chefdirigenten, künstlerisch entfalten und großartige Opernproduktionen erleben können - getragen von einer einnehmenden Gastfreundschaft und Herzlichkeit von Seiten der Stadt und des Publikums. Wir freuen uns sehr auf das nächste Gastspiel in 2026!“

Einen Vorgeschmack auf die kommenden Osterfestspiele in Baden-Baden gab Klaus Mäkelä. Er dirigierte die Berliner Philharmoniker in zwei ausverkauften Konzerten mit der „Alpensinfonie“. Ab 2026 wird Mäkelä eines der beiden neuen Gesichter der Osterfestspiele sein. Dann bringt der junge finnische Stardirigent das Royal Concertgebouw Orchestra mit nach Baden-Baden. Neben großen sinfonischen Werken wird er alljährlich ein österliches Chorwerk dirigieren.
Die Tradition der glanzvollen Festspieloper führt die Dirigentin Joana Mallwitz mit dem Mahler Chamber Orchestra fort. Den Anfang macht 2026 Richard Wagners „Lohengrin“. In der Neuinszenierung von Johannes Erath kann sich das Publikum auf den polnischen Tenor Piotr Beczała in der Titelrolle und die amerikanische Sopranistin Rachel Willis Sørensen als Elsa freuen.
Der Vorverkauf für die Osterfestspiele 2026 hat begonnen. Weitere Informationen und Tickets unter www.festspielhaus.de.