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Sommerfestspiele Baden-Baden starten in der kommenden Woche

| Christine Gehringer | PAMINA kurz notiert

(red.) Am 27. Juni beginnen in Baden-Baden die Sommerfestspiele – unter ihrem Namen „Capitale d‘ Eté“ stehen sie ganz in der Tradition der einzigen Sommerhauptstadt Europas im 19. Jahrhundert. Dieser Tradition sieht sich auch Yannick Nézet-Séguin, der Musikchef der New Yorker Metropolitan Opera, verpflichtet. Gemeinsam mit Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa lädt er zu einem Programm mit den Met-Stars Lisette Oropesa, Ying Fang und Emily d‘Angelo, dem Bayreuth-Sänger Michael Volle, Stanislas de Barbeyrac sowie dem französischen Pianisten Alexandre Kantorow.

Das Festival wird an zwei Wochenenden gefeiert, vom 27. Juni bis 29. Juni und vom 4. Juli bis 6. Juli 2025. Zum Auftakt ist am 28. Juni das „Orchestre Métropolitain aus Montreal“ zu hören, dem Nézet-Seguin er als Chefdirigent auf Lebenszeit vorsteht. Das Baden-Baden-Debüt des Orchesters ist ein großer sinfonischer Abend mit kanadischer, finnischer und französischer Musik. Auf dem Programm stehen „La Valse“ von Maurice Ravel, dazu die zweite Sinfonie von Jean Sibelius und „Eko-Bmijwang (As long as the river flows)“ der kanadischen Komponistin Barbara Assiginaak. Die Komponistin greift in ihren Werken die Traditionen der kanadischen Anishinaabe auf.
Musik von Jean Sibelius wählte Yannick Nézet-Séguin, da seine Heimat Quebec und Finnland sich klimatisch und landschaftlich sehr ähneln. Das französische Repertoire gehört wiederum zur festverankerten DNA des Orchesters aus dem frankophilen Montreal.
Solist in Camille Saint-Saens' Klavierkonzert Nr. 2 ist der französische Pianist Alexandre Kantorow; er gewann 2019 den renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb.

Von der New Yorker Met bringt Yannick Nézet-Séguin die Sopranistin Lisette Oropesa mit, die in einer Sommergala am Samstag, 29. Juni mit Arien aus „Romeo et Juliette“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „La Traviata“ zu erleben ist.
Das zweite Wochenende steht ganz im Zeichen Mozarts – zu hören sind die großen Chorwerke: die c-Moll Messe (6. Juli) und das Requiem (4. Juli). Michael Volle und Stanislas de Barbeyrac musizieren mit dem Rias Kammerchor, das Sänger-Ensemble wird komplettiert durch die chinesische Met-Künstlerin Ying Fang und die Mezzosopranistin Emily d’Angelo, die für den Opus Klassik als beste Sängerin des Jahres nominiert ist.
Zu Mozarts letztem Werk, dem Requiem, spielt das Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin Mozarts Sinfonie Nr. 40. Der monumentalen c-Moll Messe am 6.7. stellt Yannick Nézet-Séguin die „Jupitersinfonie“ voran.

Der Samstag – der 5. Juli - steht ganz im Zeichen der Kammermusik; dabei sind die Stuhlreihen direkt um die Musikerinnen und Musiker auf der Festspielhaus-Bühne aufgestellt. So kann man Yannick Nézet-Séguin sozusagen "auf die Finger" schauen, wenn er sich an den Flügel setzt. Auf dem Programm mit „Nézet-Seguin und seinen Freunden“ steht Schumanns Klavierquartett; ebenso erklingen Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart und die "Dichterliebe" von Robert Schumann, dargeboten von Michael Volle, Ying Fang und Stanislas de Barbeyrac.

Ein öffentliches Sommerfest des Freundeskreises gibt es zum Auftakt am 27. Juni in den Gönneranlagen; eine "Silent Disco" in Baden-Baden am 28.6. und zwei Krabbelkonzerte runden das sommerliche Festprogramm ab.
Tickets und weitere lnformationen gibt es unter www.festspielhaus.de, in der Festspielhaus-App sowie im Service-Center Ticketing unter Telefon 07221/30 13-101 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.