Klavierfest des Piano Podiums: Junge Solisten zeigen beachtliche Leistungen
(red./mdg) Schon seit langer Zeit widmet sich das Piano–Podium Karlsruhe unter dem Vorsitz von Sontraud Speidel der intensiven Förderung des pianistischen Nachwuchses der Region durch Wettbewerbe und Auftrittsmöglichkeiten. Die Hauptveranstaltung jedes Jahres ist das Klavierfest, welches traditionell mit Klaviersolisten und Streichorchester In der Hochschule für Musik Karlsruhe stattfindet.
In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter anderem im Zeichen der internationalen Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester Komitas aus Armenien, welches sich mit Mitgliedern des Karlsruher Kammerorchesters zu einem höchst engagiert und klangschön musizierenden Ensemble ergänzte.
Ih-Ruhn Katharina Jung eröffnete sehr lebendig und sicher den Solistenreigen mit dem 1. Satz des Klavierkonzerts A-Dur KV 414 von Mozart, und Khongor Buyandalai brachte sein pianistisches Können im lyrischen 2. Satz und im spritzigen 3. Satz voll zur Geltung.
Xunjie Wang bot den 1. Satz des 1. Klavierkonzerts C-Dur von Beethoven in klarer Tongebung und rhythmischer Präzision. Eren Parmakerlis Interpretation des zweiten Satzes bewegte durch Reife und emotionale Tiefe, während er im dritten Satz mit leichtem und auch mit humorvollem Spiel begeisterte. Die zwölfjährige Luise Bold trumpfte in der Phantasie über ungarische Volksweisen von Liszt mit virtuoser Technik und Klangfarbenreichtum auf.
Sowohl den kantablen als auch den virtuosen Episoden in Chopins 2. Klavierkonzert f-Moll wurde Byuri Anna Choi in jeder Hinsicht überzeugend gerecht. Mit sehr deutlicher Zeichengebung und bewundernswertem Elan dirigierte Matthias Böhringer souverän alle vier Werke.
Das zahlreich erschienene Publikum feiert alle Mitwirkenden mit großem und langanhaltendem Applaus