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Elisabeth Theison mit "Ars legendi"-Preis ausgezeichnet

| Christine Gehringer | PAMINA kurz notiert

(red.) Elisabeth Theisohn, Professorin für Musikpädagogik an der Karlsruher Musikhochschule, wird mit dem Ars legendi-Preis 2025 ausgezeichnet. Dies teilt die Hochschule heute mit. Der Preis des Stifterverbands wird in diesem Jahr für exzellente Hochschullehre zum Thema „Demokratiebildung“ vergeben und ist mit 30 000 Euro dotiert.
Der Ars legendi-Preis würdigt die besondere Bedeutung, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Er soll einen Beitrag dazu leisten, „dass Leistungen in der Lehre verstärkt anerkannt werden“, so der Stifterverband auf seiner Website.

Die Qualität der Lehre soll sich dabei als ein zentrales Gütekriterium und als strategisches Ziel der Hochschulen etablieren. Theisons Lehrkonzepte seien „didaktisch beispielhaft“ und machten „demokratische Prinzipien in besonderer Weise erfahrbar", so urteilt der Stifterverband. Hervorzuheben seien dabei ihre partizipativen Lehrformate: „Ihr Fokus liegt dabei stets darauf, Studierende direkt als Akteurinnen und Akteure in die Lehre einzubeziehen und sie zu befähigen, später selbst demokratische Schulkulturen zu gestalten und in Gesellschaft und Schule verantwortungsvoll zu agieren“.
Im neu verabschiedeten „Master of Education“ wurden Module wie "Musik in gesellschaftlicher Verantwortung" eingefügt, in denen Studierende eigene Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz konzipieren und durchführen können.

Besonders bemerkenswert sei auch ihr Engagement im Service-Learning-Projekt „chorMosaik“ Karlsruhe, so der Stifterverband. In Kooperation mit Grundschulen und weiterführenden Schulen ermöglichen Studierende einen niederschwelligen Zugang zur musikalischen Bildung.
Darüber hinaus organisierte Elisabeth Theisohn unter anderem den Fortbildungstag "Musikunterricht in gesellschaftlicher Verantwortung" mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und gab im November 2024 den Online-Kongress Musikunterricht (OMU) zum Thema Demokratiebildung heraus. Aus diesem Kongress entstand das Netzwerk "Demokratiebildung und Musikunterricht" (NeDeMu), das Akteurinnen und Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich zusammenbringt.

Die Jury setzt sich aus Studierenden sowie Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen zusammen. Die Gewinnerin wurde aus 54 Vorschlägen ausgewählt.
Elisabeth Theison leitet an der Hochschule für Musik Karlsruhe seit 2023 den Studiengang "Künstlerisches Lehramt an Gymnasien". Neben einer praxisorientierten und Unterrichtsforschung liegt ihr besonderes Interesse in einer innovativen musikpädagogischen Lehre.