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Händel-Festspiele: Farinelli-Wettbewerb wird abgesagt, stattdessen "Nacht der Counter-Tenöre"

| Christine Gehringer | PAMINA kurz notiert

(red.) Nach einer erfolgreichen ersten Ausgabe im vergangenen Jahr erlebt der neue Karlsruher Farinelli-Wettbewerb für Countertenöre jetzt einen Dämpfer: Das Staatstheater Karlsruhe teilt „mit großem Bedauern“ mit, dass der geplante Wettbewerb im Rahmen der Händel-Festspiele in diesem Jahr nicht stattfinden kann.
„Die geringe Zahl an qualifizierten Bewerbungen lässt das Niveau vermissen, das notwendig wäre, um den großen Erfolg des ersten Wettbewerbs auch nur annähernd fortsetzen zu können,“ wird Christoph von Bernuth, Künstlerischer Leiter der Festspiele und Begründer des Wettbewerbs, in einer Mitteilung des Hauses zitiert. „Wir planen deshalb die zweite Ausgabe für die Jubiläumsfestspiele 2028 und hoffen bis dahin auf weiteren Nachwuchs in diesem Stimmfach“.
Da das Publikum bereits im Vorfeld großes Interesse am Counter-Gesang gezeigt habe - so heißt es in der Mitteilung weiter - nimmt das Staatstheater am 2. März statt des Großen Finales nun ein besonderes Konzert in Festspielprogramm: Eine „Farinelli-Gala“ („Die Nacht der Countertenöre“), die Farinellis Welt „auf besondere Weise“ huldigen soll. Sie wird von Preisträgern des ersten Farinelli-Wettbewerbs sowie von Protagonisten der diesjährigen Händel-Opern gemeinsam bestritten: Dennis Orellana (Gewinner des 1. Farinelli-Wettbewerbs), Rémy Brès-Feuillet (Gewinner des 2. Preises und des Sonderpreises für Neue Musik), Lidor Ram Mesika (Gewinner des Nachwuchspreises), außerdem Christophe Dumaux (Tamerlano), Lawrence Zazzo (Rinaldo).
Solistisch, im Duett oder im Ensemble sollen „Highlights des barocken Repertoires“ präsentiert werden. Es musiziert außerdem das Karlsruher Barockorchester unter Luca Quintavalle.

Bereits erworbene Tickets für den 2. März im Großen Haus behalten ihre Gültigkeit. Das für Samstag, den 28. Februar 2026 im Kleinen Haus vorgesehene Wettbewerbskonzert für den „Sonderpreis Neue Musik“ entfällt dagegen ersatzlos; bereits erworbene Tickets für die Veranstaltung werden automatisch storniert und in einen virtuellen Gutschein umgewandelt. Der „Händel-Brunch“ am 28. Februar mit Festspielteam und Gästen findet dagegen wie geplant statt.