Mehr als 18 000 Besucher kamen zu den Osterfestspielen nach Baden-Baden
(red.) Die Osterfestspiele Baden-Baden, die am 6. April zu Ende gegangen sind, verzeichnen in diesem Jahr insgesamt mehr 18 000 Besucherinnen und Besucher. Die Festspiele hätten damit ihren neuen Kurs eindrucksvoll bestätigt, hieß es in einer Mitteilung des Festspielhauses; „das Konzept ist voll aufgegangen", wird Intendant Benedikt Stampa zitiert. „Der künstlerische Gehalt, die vielen positiven Rückmeldungen des Publikums und die Zahlen bestätigen uns: Die Osterfestspiele Baden-Baden sind eine gesetzte Marke".
Im Zentrum der diesjährigen Festspiele stand Richard Wagners „Lohengrin" in der Inszenierung von Johannes Erath unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz. Das Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä begeisterte mit Bachs Matthäuspassion und zwei sinfonischen Abenden.
„Die ersten Osterfestspiele Baden-Baden mit Joana Mallwitz und Klaus Mäkelä wurden weltweit wahrgenommen“, so Benedikt Stampa. Mehr als 20 Prozent der Besucher seien aus dem Ausland angereist – aus 42 Ländern. Aus den Niederlanden seien deutlich mehr Gäste als in den Vorjahren gekommen – dies wird als sichtbares Zeichen dafür gewertet, dass das neue Konzept mit dem Royal Concertgebouw Orchestra auch dessen Heimatpublikum nach Baden-Baden zieht.
28 musikalische Programme prägten das Festival – von der großen Festspieloper über Bachs "Matthäuspassion" bis zu Early Bird Konzerten im Museum, „Cello pur" im Kurhaus (mit Klaus Mäkelä persönlich am Cello) und „Late Night Brass“. Partizipative und kostenlose Angebote wie Künstlergespräche und Workshops in der Festival Lounge sowie Konzerteinführungen sorgten für Begegnungen abseits der großen Säle; das Bundesjugendorchester bespielte die Stadt mit Popup-Konzerten.
„Das ist erst der Anfang", sind sich Benedikt Stampa, Dominik Winterling (Chef des Royal Concertgebouw Orchestra) sowie Joana Mallwitz und das Mahler Chamber Orchestra laut Festspielhaus einig. Gemeinsam soll das Programm weiter entwickelt werden mit dem Ziel, noch mehr Menschen aus der Region und weit darüber hinaus anzusprechen und in die gesamte Festspielstadt zu ziehen.
Nachdem das „Beethoven-Jahr“ 2020 der Corona-Pandemie zu Opfer fiel, gibt es im kommenden Jahr erneut ein Jubiläum - zum 200. Todestag. Darauf reagiert auch das Festspielhaus: Im Mittelpunkt der Osterfestspiele vom 20. bis 29. März 2027 steht Beethovens einzige Oper „Fidelio". Die Neuinszenierung von Krzysztof Warlikowski feiert am 20. März im Festspielhaus Baden-Baden Premiere – unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz mit dem Mahler Chamber Orchestra. Die Titelpartien übernehmen Vera-Lotte Boecker und Sean Panikkar.
Neben „Fidelio" steht Beethovens „Missa solemnis" auf dem Programm – aufgeführt vom Royal Concertgebouw Orchestra unter Klaus Mäkelä. Als weiteren Beitrag im Beethovenjahr musiziert das Amsterdamer Orchester mit seinem Chefdirigenten Beethovens Siebte Sinfonie. Dazu tritt Mozart an die Seite Beethovens: Joanna Mallwitz dirigiert am Karfreitag das "Requiem", Lucas und Arthus Jussen präsentieren „Mozarts Meisterwerke“ und der koreanische Superstar Seong-Jin Cho spielt die Fantasia in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Bundesjugendorchester unter Cornelius Meister beschließt das Festival am Ostermontag.
Der Vorverkauf hat begonnen.
Die diesjährige Festspieloper „Lohengrin“ ist online auf Arte.tv bis 5. Mai 2026 verfügbar und wird im Rahmen des Arte-Festivalsommers im Fernsehen gezeigt.