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Keine "Tosca" in Baden-Baden

| Christine Gehringer | PAMINA kurz notiert

(red.) Gastspiele aus dem Ausland stehen derzeit unter einem gewissen Vorbehalt. Noch vor kurzem war man in Baden-Baden dennoch zuversichtlich, die Abende mit Puccinis „Tosca“ und dem Mariinsky Orchester als großes Baden-Badener Opernerlebnis feiern zu können: „Endlich wieder Oper!“ meldete das Haus noch vor gut einer Woche bei der Bekanntgabe des Programms. Auf der Website des Festspielhaus war jedoch zu lesen, dass der Aufenthalt nicht endgültig bestätigt sei, Interessierte konnten sich in Wartelisten eintragen lassen.
Nun kam die Absage: Da Russland seit dem vergangenen Dienstag als Virus-Variantengebiet eingestuft ist, lassen die aktuellen Reisebestimmungen einen Aufenthalt des Petersburger Orchesters nicht zu, teilte das Festspielhaus heute mit. Dies sei „extrem traurig“, wird Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa zitiert; „unsere Gedanken sind derzeit bei den Kolleginnen und Kollegen in St. Petersburg, die sich so sehr auf ihre Baden-Badener Aufführungen gefreut haben.“ Er hoffe, dass man sich spätestens zur traditionellen Weihnachts-Residenz wiedersehe, „sie ist fest verabredet.“
Kurzfristig jedoch springen die Sopranistin Sonya Yoncheva und Bariton Christian Gerhaher ein; mit ihnen hat Benedikt Stampa ein Alternativ-Programm entwickelt: Die international gefeierte Opernsängerin wird am Samstag, 24. Juli um 20 Uhr im Rahmen eines Opern-Gala-Konzertes im Festspielhaus singen; begleitet wird sie dabei von den Würth Philharmonikern unter der Leitung von Domingo Hindoyan. Christian Gerhaher singt am Sonntag, 25. Juli 2021 um 17 Uhr sein Schubert-Programm „Abendröthe“. Gerold Huber begleitet ihn am Klavier. Die am 22. und 23. Juli geplanten Veranstaltungen müssen – so der aktuelle Stand – entfallen. Dazu werden alle Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten reserviert oder gekauft hatten, rechtzeitig informiert. Die Besucher der vormals geplanten Veranstaltungen am 24. und 25. Juli erhalten Tauschangebote oder können für die neuen Programme buchen.