Ein Klang-Raum zum Schutz gegen das Böse

Der Glocken-Experte Kurt Kramer über die "Klänge der Unendlichkeit" - eine Reise durch die Kulturgeschichte der Glocke

Nach wie vor läuten in Karlsruhe abends gegen 19.30 Uhr die Glocken – als ein Zeichen der Verbundenheit während der Corona-Krise. Seit jeher begleitet die Glocke den Menschen in seinen vielfältigen Lebenssituationen; von Beginn an gehörte es zu ihrer Bestimmung, die Verbindung zum Göttlichen herzustellen.
Bereits im 4. Jahrtausend vor Christus wird die Glocke in Asien nachgewiesen. Von den Kulturräumen Chinas gelangte sie nach Indien, Vorderasien, nach Ägypten und schließlich nach Europa.
Seit Jahrzehnten widmet sich der Karlsruher Glockensachverständige Kurt Kramer der Kulturgeschichte dieses Instruments - mit Vorträgen, auch mit „Glocken-Konzerten“ (vor einigen Jahren beispielsweise im Rahmen des Karlsruher Orgelsommers oder des Ettlinger Orgelfrühlings); vor allem aber in seinem umfangreichen Buch „Klänge der Unendlichkeit“. Zeit also, diese höchst spannende Geschichte etwas genauer zu betrachten.

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Die Kunst und ihr Verhältnis zu Geld, Nationalismus und den Mechanismen des Marktes

Anmerkungen zu den "Karlsruher Reden": Vorträge an der Musikhochschule Karlsruhe von 2007 bis 2013

In diesen Tagen ging an der Musikhochschule Karlsruhe das Semester zu Ende – nahezu unbemerkt. Weil jedoch die so genannte „Karlsruher Rede“ seit 2007, genauer: seit dem Amtsantritt von Rektor Hartmut Höll, zu den Konstanten im Hochschulprogramm gehört, soll an dieser Stelle zumindest daran erinnert werden.
Die Hochschule hat die Reden bis zum Jahr 2013 in einer Sammlung herausgegeben. Nur noch wenige Exemplare dieses lesenswerten Buches (die Reden liegen auch auf CD bei) sind vorhanden; es kostet 10 Euro. Demnächst soll ein Fortsetzungsband erscheinen.
Zu Wort im vorliegenden Buch kommen Peter Härtling, Nike Wagner, Peter Gülke, Heiner Geißler oder der Germanist und Wagner-Kenner Dieter Borchmeyer, aber auch Wissenschaftler wie der Physiker Ernst Peter Fischer, der in seinem Vortrag „Mozart und die Quantenmechanik“ in Verbindung bringt.

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Viel Vergnügen in der Oper!

Musiktheater auf 100 Seiten: Neues Buch von Peter Overbeck

Auch, wenn zur Zeit nirgendwo eine Oper gespielt wird: Dieses Büchlein nimmt Sie auf knappe und kurzweilige Art (und mit einem augenzwinkernden Unterton) mitten hinein in die Welt der großen Bühnen.
Der schlichte Titel – Oper – irritiert dabei ein wenig. Denn kaum hält man das Buch in den Händen, denkt man sofort an eine Art Opernführer, und im Grunde ist es das auch, nur anders als gewohnt. Denn hier geht es nicht um Werkverzeichnisse und Einführungen, sondern vielmehr um Fakten und Hintergründe rund um das Bühnengeschehen; um Fragen wie etwa: „Was ist eine Oper“ oder „Welche Stimmfächer gibt es“. Auch Themen wie beispielsweise der Organisation eines Opernhauses oder der Oper im Zeitalter der Massenmedien sind eigene Kapitel gewidmet. Ein hilfreicher, kompakter Begleiter für jeden Opernliebhaber.

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Von brennenden Tunneln, nervösen Brautleuten - und einem Konzert beim Papst

"Lebenslänglich frohlocken": Harfenistin Silke Aichhorn erzählt Skurriles aus ihrem Künstler-Alltag

Nach „Frohlocken“ ist derzeit wohl keinem Musiker zumute. Es gibt jedoch ein Instrument, von dem das sozusagen „qua amt“ ganzjährig erwartet wird: nämlich von der Harfe. Das weiß man spätestens seit Ludwig Thomas „Münchner im Himmel“.
Oftmals – und das ist jetzt nicht nur ein Klischee – wird die Harfe von langhaarigen Damen bedient. Da ist es kein Wunder, dass sich um dieses „engelhafte“ Instrument allerlei überhöhte Vorstellungen ranken.
Auf dem harten Boden einer bisweilen „schrägen“ Realität landet man aber, wenn man Geschichten wie im vorliegenden Buch zu lesen bekommt: Die Harfenistin Silke Aichhorn, die auch bereits beim Schwarzwald Musikfestival zu Gast war, plaudert unverblümt aus ihrem Leben als freischaffende Musikerin. Und man erfährt: Das Improvisationstalent ist genauso (überlebens)wichtig wie das musikalische.

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32 Jahre Händel in Karlsruhe

Festschrift der Karlsruher Händel-Gesellschaft zum Jubiläumsjahr 2010

Von den Händel-Tagen bis zu den Festspielen: 32 Jahre "Händel in Karlsruhe" hat die Karlsruher Händel-Gesellschaft in ihrem Jubiläumsjahr - 1990 trat sie seit ihrer Gründung erstmals bei den Händel-Festspielen in Erscheinung - nun in einer Festschrift (inklusive CD) dokumentiert, die am Badischen Staatstheater erhältlich ist.

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Erlebnis Musik

Ein kompakter, detaillierter Gang durch die Musikgeschichte

Der Titel verheißt, was Musik im Idealfall sein kann: Ein Erlebnis. „Erlebnis Musik“ lautet deshalb der Leitfaden des Oberkircher Musikwissenschaftlers und Musikspychologen Dr. Stefan Schaub. Dass damit eigentlich eine Einführung in die Musikgeschichte gemeint ist, steht erst in der Unterzeile ...

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