Bericht
Was Pierre Boulez mit "KI" zu tun hat
| Christine Gehringer | Bericht
Großes Fest in Baden-Baden zum 100. Geburtstag des Komponisten und Weltbürgers

Seit dem 26. März heißt der Platz vor dem Festspielhaus "Pierre-Boulez-Platz". (Foto: Marco Bode/ manolopress)
Mit einem ganztägigen Fest feierten das Festspielhaus und die Stadt Baden-Baden ihren Ehrenbürger Pierre Boulez zu dessen 100. Geburtstag am 26. März. Zum Programm gehörten vormittags auch Workshops mit Schülern, die sich dem Komponisten und (begabten Mathematiker) unter dem Motto "Musik und Naturwissenschaften" näherten.
Abends gab es ein unterhaltsames Geburtstagskonzert mit Gesprächen und Filmausschnitten.
Keine Kommentare vorhandenWie klingt der Frieden? Wie klingt Arkadien?
| Christine Gehringer | Bericht
Händel-Festspiele: Anmerkungen zum Festvortrag mit Silke Leopold und zum Konzert mit Dorothee Oberlinger

Die Blockflötistin Dorothee Oberlinger mit dem Ensemble 1700 in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe. (Foto: Felix Grünschloß)
Die Karlsruher Händel-Festspiele waren überschrieben mit einem Zitat aus der Oper „Rinaldo“: „Möge die Macht der Liebe die Kriegsglut bald erkalten lassen“. Mehrere Veranstaltungen gab es zu diesem hoch aktuellen Thema - unter anderem einen Festvortrag der Musikwissenschaftlerin Silke Leopold. Sie zeigte auf, wie Händel musikalisch auf Ereignisse wie „Krieg und Frieden“ reagierte.
Von der Friedens-Utopie „Arkadien“ konnte man sich tags darauf einen Höreindruck verschaffen: Im Konzert mit der Blockflötistin Dorothee Oberlinger und dem Ensemble 1700 in der Evangelischen Stadtkirche.
"Die Vielseitigkeit eines Musikstudiums wird oft nicht wahrgenommen"
| Christine Gehringer | Bericht
Der Blockflötist Andreas Kammenos gründete mit seinen Geschwistern eine Konzertreihe - und gleich ein Kolleg dazu

"Abendmusikenkolleg" in Remchingen: Junge Musiker beim Kurs mit Monika Mauch (vorne links) im Paul-Gerhardt-Haus. (Foto: Gehringer)
Dreimal im Jahr laden junge Künstler zu Kammerkonzerten in der Kreuzkirche in Remchingen-Singen (Enzkreis) - zu den so genannten „Remchinger Abendmusiken“. Initiatoren sind die Geschwister Kammenos, die in der Region um Karlsruhe überaus aktiv sind.
Begleitend dazu hat sich ein „Kolleg“ zur historischen Aufführungspraxis gebildet: Die Kurse sollen aber nicht nur das Musizieren vertiefen, sondern den Musikerberuf generell auf breitere Säulen stellen. Ein bemerkenswertes privates Engagement steht dahinter, getragen von der Begeisterung für die klassische (barocke) Musik – aber auch von der generellen Sorge um deren Pflege. (Das nächste Konzert findet am 13. April statt, weitere Informationen unter www.abendmusiken.org)
"Eine Sängerkarriere über 30 Jahre durchzuhalten - das ist heute schwer"
| Christine Gehringer | Bericht
Brigitte Fassbaender gab einen Meisterkurs in Karlsruhe und sprach über ihr langes Künstlerleben

Brigitte Fassbaender und Stephan Mösch im Gespräch an der Musikhochschule Karlsruhe. (Foto: Gehringer)
„Komm‘ aus dem Staunen nicht heraus“ - unter diesem Titel sind vor fünf Jahren die Memoiren von Brigitte Fassbaender erschienen. Die Künstlerin, eine der größten Sängerinnen ihrer Zeit, hat sich aber längst auch als Regisseurin einen Namen gemacht, war Intendantin des Tiroler Landestheaters in Innsbruck – und ihre Erfahrungen aus dem reichen Künstlerleben gibt sie mit ebensolcher Leidenschaft an die jüngere Generation weiter.
Das war jetzt bei einem Meisterkurs an der Karlsruher Musikhochschule (gefördert durch die Riemschneider Stiftung) zu erleben. Ein Gesprächsabend begleitete den Kurs: Hier gab es unter anderem auch kritische Töne zur Sängerkarriere im heutigen Theaterbetrieb.
Die Kunst der Angreifbarkeit
| Claus-Dieter Hanauer | Bericht
Zur Gedenkfeier für den verstorbenen Komponisten Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe

(Foto: Hanauer)
Am 27. Juli 2024 erlag Wolfgang Rihm seiner Krebserkrankung. Die Musikwelt verlor einen ihrer profiliertesten und erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten, die Musikhochschule verlor einen von Kollegen und Studenten gleichermaßen hochgeschätzten Pädagogen und Karlsruhe verlor einen besonderen Bürger. Jetzt gab es eine Gedenkfeier an der Musikhochschule Karlsruhe.
Gedenken an einen engagierten Kulturmäzen
| Christine Gehringer | Bericht
Der Baden-Badener Michael Schuncke hatte ein großes Interesse am musikalischen Erbe seiner Familie

Zahlreiche Künstler musizierten zum Gedenken an Michael Schuncke (1929-2022) im Alten Ratsaal Baden-Baden. (Foto: Gehringer)
Die Sonntagsmatineen im Alten Ratssaal in der Reihe "Musik in (Baden-) Baden" beschäftigen sich hauptsächlich mit der Musikgeschichte der Region, mit bedeutenden Künstlern, die hier gelebt haben – und zwar anhand von Programmen, die man in dieser Form sonst nirgends zu hören bekommt. Sie werden verantwortet von der Draheim-Stiftung „pro musica et musicis“ und der Stadt Baden-Baden.
Vorläufer sind allerdings die „Schuncke-Archiv-Konzerte“, die der Baden-Badener Musikmäzen Michael Schuncke (1929-2022) ins Leben gerufen hatte: Er stammte aus der Musikerfamilie Schuncke; am Totensonntag gab es ein Gedenkkonzert.
Gut Ding will Weile haben
| Claus-Dieter Hanauer | Bericht
Zur Eröffnung des neuen Badischen Konservatoriums auf dem Areal der Dragonerkaserne

Symbolische Schlüsselübergabe (v.l.): Architekt Roman Seiler, Oberbürgermeister Frank Mentrup und KONS-Direktor Lahnor Adjei (Foto: Hanauer)
Mit einem Festakt und zahlreichen musikalischen Beiträgen wurden am vergangenen Wochenende die neuen Räumlichkeiten des Konservatoriums in Karlsruhe eröffnet. Hinweis: Zur Einweihung gibt es die gesamte Woche hindurch Konzerte - und auch der neue Flügel wird offiziell mit einem Konzert eingeweiht: Am Freitag, den 25. Oktober musizieren Sontraud Speidel und Frank Düpree, Beginn ist 19 Uhr.
Dank für vorbildliches Engagement
| Christine Gehringer | Bericht
Klavierabend der Musikhochschule Karlsruhe für den Förderer Hermann Büttner in Ettlingen

Die Dozenten der Karlsruher Musikhochschule bedankten sich bei Dr. Hermann Büttner (Mitte) mit einem Konzert im Asamsaal. (Foto: Gehringer)
Im Jahr 1998 rief der Musikliebhaber Hermann Büttner, damals Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof, einen Wettbewerb für Pianisten an der Musikhochschule Karlsruhe ins Leben. Aus diesem „Dr. Hermann Büttner Klavierwettbewerb“ gingen inzwischen zahlreiche Preisträger hervor, die sich längst im Musikbetrieb etabliert haben. Um aber Preisgelder und Förderstipendien nachhaltig zu sichern, gründeten Hermann Büttner und seine Frau vor acht Jahren die „Adler Büttner Stiftung“. Für dieses Engagement bedankte sich nun die Musikhochschule mit einem Konzert der Klavier-Dozenten im Asamsaal in Ettlingen.