Zum Hauptinhalt springen

Kritik

Mit Musik der Not begegnen

| Christine Gehringer | Kritik

Karlsruher Musiker gestalten ein großartiges Benefiz-Konzert für der Opfer der Flut-Katastrophe

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Abende wie der gestrige zeigen überdeutlich, um wieviel sinnvoller es ist, einer Katastrophe mit einem Benefizkonzert zu begegnen, als lediglich einen Spendenaufruf zu starten. Denn Musik, so formulierte Pfarrerin Claudia Rauch treffend, hat der Verletzlichkeit des Lebens etwas entgegen zu setzen – Lebensfreude im Angesicht der Hoffnungslosigkeit zum Beispiel.
Alle Empfindungen, die ein Mensch im Zuge eines Schicksalsschlages wie der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands durchleben kann, brachte das Konzert an der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe großartig zum Ausdruck. Das war umso bemerkenswerter, als dieser Abend kurzfristig – auf Initiative des Stadtkirchen-Kantors Christian-Markus Raiser – zu Stande kam.
200 Gäste erlebten das Konzert live vor Ort und spendeten anschließend rund 3800 Euro. Auf dem Youtube-Kanal der Stadtkirche ist es nochmals nachzuhören. 

Französische Klangpracht

| Christine Gehringer | Kritik

Internationaler Orgelsommer Karlsruhe: Das dritte Konzert gestaltete Kantor Christian-Markus Raiser

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Halbzeit beim Internationalen Orgelsommer: Dieses Konzert ist in der Regel dem Hausherrn der Evangelischen Stadtkirche – Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser - vorbehalten.
Die französisch-barocke Rémy-Mahler-Chororgel stand diesmal im Mittelpunkt; der erste Teil, der sich traditionell dem Repertoire aus der Zeit zwischen 1600 und 1800 widmet, gestaltete sich etwas umfangreicher als an den Abenden zuvor – und präsentierte den zahlreichen Gästen ein schier unerschöpfliches Farbenspektrum.

Ins Drama hineingezogen

| Christine Gehringer | Kritik

Zum kürzlichen Konzert des KIT Sinfonieorchesters im Konzerthaus Karlsruhe

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Gleich zwei Termine hatte das Sinfonieorchester des KIT für sein erstes Konzert nach der Corona-Pause im Konzerthaus Karlsruhe anberaumt. Nach den letzten Takten der Sinfonie Nr. 5 von Peter Tschaikowsky folgte erst einmal eine lange, ergriffene Stille, dann brach der Jubel los. Auch, wenn man das Konzert nur online (nach-)sehen konnte (wie etwa die Autorin dieser Zeilen), ist die Atmosphäre greifbar. Nach wie vor steht das Video auf Youtube zur Verfügung.
Dirigent Tobias Drewelius, Nachfolger von Dieter Köhnlein, wandte sich anschließend an das Publikum: „Wir hoffen, wir sehen Sie bald wieder - Sie und noch viel mehr Menschen, die hier eigentlich reinpassen!“ .

Launiges Vergnügen vor barocker Kulisse

| Christine Gehringer | Kritik

Zur Produktion "Die Fledermaus" bei den Ettlinger Schlossfestspielen

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Eine „coronataugliche“ Kammer-Fassung der populären Operette von Johann Strauß ist derzeit im Innenhof des Ettlinger Schlosses zu erleben. Das Musiktheater ist als „Opern-Talentschmiede“ innerhalb der Festspiele gedacht; hier erhalten junge Nachwuchskünstler ihre Chance und sorgen insgesamt für einen unterhaltsamen Abend ...

Freude an den Klangfarben

| Christine Gehringer | Kritik

Internationaler Orgelsommer: Martin Meier aus Jena sprang kurzfristig ein und brachte ein interessantes Programm nach Karlsruhe.

Der Orgelsommer an der Evangelischen Stadtkirche bringt in Corona-Zeiten manche Überraschungen und Unwägbarkeiten mit sich. Angekündigt für das zweite Konzert war der junge Schotte Andrew Forbes, der aber wegen der Quarantäne-Regeln sein Konzert absagen musste. Für ihn kam Martin Meier, Kantor der Stadtkirche Jena, mit einem spannenden Programm: Höhepunkte waren eine Orgelfantasie des Jubilaren Camille Saint-Saens und ein Werk des kaum bekannten, aber hörenswerten französischen Komponisten Gabriel Pierné (1863-1937). 

Mozart-Fragment im Dialog

| Christine Gehringer | Kritik

"Requiem" in der Urfassung an der Christuskirche Karlsruhe zu hören/ Uraufführung "Lux aeterna" von Jan Wilke

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Dass Wolfgang Amadeus Mozart über der Arbeit seines „Requiems“ verstarb, dazu noch im jungen Alter von 35 Jahren, und dass das Werk schließlich von Franz Xaver Süßmayr vollendet wurde – diese Umstände scheinen wie geschaffen für die Bildung von Mythen und Legenden. Da liegt es nahe, darin nach dem „echten Mozart“ zu suchen.
Gelegentlich ist das „Mozart-Requiem“ als Fragment in der Urfassung zu hören – zum Teil ergänzt durch eigens dafür komponierte Einlagesätze, wie etwa die „Sieben Klangräume“ des Österreichers Georg Friedrich Haas.
Ein ähnliches Experiment gab es vor kurzem an der Christuskirche Karlsruhe: „Requiem für Mozart“ war das Konzert überschrieben, das noch auf dem Youtube-Kanal der Christuskirche zu hören ist - unter anderem mit einer Uraufführung des Heidelberger Komponisten Jan Wilke.

Mit Kraft und Anmut

| Christine Gehringer | Kritik

Grandioser Auftakt des Karlsruher Orgelsommers: Die Australierin Sarah Kim in der Evangelischen Stadtkirche

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

Immer wieder ist es faszinierend zu erleben, in welch kurzer Vorbereitungszeit sich die Musiker des Karlsruher Orgelsommers auf die jeweiligen Instrumente in der Evangelischen Stadtkirche einstellen und sie mit entsprechender Registrierungskunst zur Geltung bringen. Die australisch-koreanische Organistin Sarah Kim, aufgewachsen in Köln und Sydney, derzeit tätig an der Kirche „L’Oratoire du Louvre“ in Paris – sie sorgte gleich zu Beginn für einen Glanzpunkt. Brillant, virtuos, dabei ebenso leichthändig wie leichtfüßig begeisterte sie mit einem Programm aus fünf Jahrhunderten. 

Ansprechender Opernquerschnitt

| Christine Gehringer | Kritik

"Frisch gezapfte" Opernarien gab es in der Karlsruher Hemingway Lounge

 

0 DUMMYBILD ARTIKEL

In der Karlsruher Hemingway Lounge gibt es nicht nur eine ansehnliche Getränkeauswahl, sondern es gibt auch das Format „Opera on tap“ - also gewissermaßen Opernarien „frisch vom Zapfhahn“. Schon der Name verrät, dass das Ganze – neben dem Überraschungs-Effekt für das Publikum – eine Art „Werkstatt-Charakter“ hat: Junge Künstler, noch in der Ausbildung, aber bereits mit Erfahrungen im Bereich Oper, erhalten unter anderem hier eine Bühne für die Rollen, mit denen sie sich gerade auseinander setzen – wie etwa der chinesische Bass Liangliang Zhao mit der Rolle des Gremin aus Tschaikowskys "Eugen Onegin".
Vor einigen Tagen war ein solcher Opernabend in der Hemingway Lounge zu erleben; dasselbe Programm wird nochmals am Mittwoch, den 21. Juli (19.30 Uhr) gespielt.